Der Weg ist sehr viel

23. Mai 2006, 13:29
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Man kann um Hindernisse herum gehen - oder sie einfach überqueren

­Der Franzose Raymond Belle erfand für sich einen ganz eigenen Weg des Überlebens: Als Vietnam-Veteran "lernte" er das erfolgreiche Flüchten im Dschungel. Wieder zuhause gab er seine Erkenntnisse an seinen Sohn David Belle weiter, der diese Kunst der Fortbewegung weiterentwickelte und stadttauglich machte. "Parkour" war geboren.

Einziges Hilfsmittel: der Körper. Ziel: auf einer geraden Linie die Stadt zu durchqueren. Hindernisse: nur die Angst.

Andreas Kalteis, Reisebüro-Assistent aus Bregenz, hat diese "L’art du deplacement" – die Kunst der Fortbewegung vor vier Jahren für sich entdeckt. Auf seiner Homepage erklärt der 19 Jährige einige der wichtigsten Grundbewegungen und Sprünge, die Freikletter-Techniken und Tricks aus diversen Kampfsportarten beinhalten. Hierbei steht aber nicht die Akrobatik im Vordergrund sondern die völlige Beherrschung von Körper und Geist.

Der Parkour-Läufer, auch "Tracuer" genannt, überwindet flüssig und effektiv jedes Hindernis, springt von Brücken, hechtet über Häuserschluchten und klettert Mauern hinauf. Der Tracuer erlebt hierbei bewusst seine Umgebung und überwindet seine Ängste.

Parkour ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und hat auch in Österreich eine große Fangemeinde gefunden. Ein Grund für die wachsende Beliebtheit ist sicher die Einfachheit und sofortige Umsetzbarkeit.

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    foto: parkour.net/
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