Europäische Fondsindustrie boomt

12. Juni 2006, 11:20
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Verwaltetes Vermögen mittlerweile bei 6,6 Billionen Euro - Mehr Fairness für Wettbewerb gefordert

Wien - Die europäische Fondsindustrie ist 2005 stark gewachsen. Unterm Strich erreichte das in Europa verwaltete Fondsvermögen ein Volumen von 6,6 Bio. Euro. Der Zuwachs von 22,8 Prozent im Vorjahr war mehr als doppelt so viel wie 2004. Diese Steigerung sei auf die guten Performancewerte und auf die "beträchtlichen" Nettokapitalzuflüsse zurückzuführen, erklärt Stefan Bichsel, Präsident der EFAMA - der European Fund And Asset Management Association.

Wichtigste Zielsetzung sei nun, mehr Fairness in den europaweiten Wettbewerb der Finanzprodukte zu bringen. Im Vordergrund stehe die Realisierung eines einheitlichen europäischen Investment-Managementmarktes, die Sicherstellung der Einhaltung von Best-Practice-Standards zum Schutz der Anleger sowie die verstärkte Kooperation mit relevanten Institutionen auf Europa-Ebene. Damit sollen "Weichen für ungetrübtes Branchenwachstum gestellt werden". Die EU-Richtlinie MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) soll Neuregelungen für Finanzdienstleistungen bringen, denen insbesondere Banken, Handelsplattformen, Asset-Manager oder private Vermögensverwalter - bis zum 1. November 2007 - entsprechen müssen.

Von einer "strategischen Bedeutung" für die Fondsindustrie sei das Pensionsthema. Denn das Vorsorgethema falle verstärkt in den Zuständigkeitsbereich der Anbieter von Asset-Management als in den Bereich der Versicherungen. Für die Investment-Industrie gehe es daher nun darum, dem steigenden Bedarf nach privaten Vorsorgeprodukten mit Produktlösungen, "die alle dankbaren Bedürfnisse abdecken, bestmöglich gerecht zu werden", sagte EFAMA Vize-Präsident Mathias Bauer. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.5.2006)

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