Wissen: Völlig überhitzt

12. Juli 2006, 16:32
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Erste Anzeichen für ein Platzen der US-Immobilienblase gibt es bereits

US-Immobilien sind das lukrativste Geschäft seit der Börsenhausse der Jahrtausendwende. Preise für Einfamilienhäuser sind seit 2000 um gemittelte 58 Prozent gestiegen, in New York, Kalifornien und Florida gar um mehr als das Doppelte. Der Boom kurbelte die gesamte Wirtschaft an: Viele Amerikaner stockten angesichts der hohen Vermögenswerte ihre Hypotheken auf und steckten das Geld in den Konsum - und leisteten sich einen überzogenen Lebensstandard.

Die US-Notenbank lässt wenig Zweifel daran, dass der Leitzins auf mindestens fünf Prozent steigen wird. Damit steigt die Belastung für alle mit Kreditverträgen mit variabler Zinsbindung. Gleichzeitig machen steigende Zinsen eine Immobilienfinanzierung weniger attraktiv. Erste Anzeichen für ein Platzen der Blase gibt es bereits. Im März fanden, noch nie da gewesen, 3,2 Mio. US-Eigenheime keinen Käufer. Die Preise sanken um 6,5 Prozent, bis Jahresende könnten sie laut Experten gar um bis zu 40 Prozent einbrechen. (bea, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.5.2006)

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