Rote und blaue Kritik an Schüssel

3. Juni 2006, 22:55
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SPÖ: Kanzler zündelt - FPÖ sieht Doppelspiel

Wien - Auf Empörung bei SPÖ und FPÖ sind die heutigen Aussagen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) in Sachen BAWAG gestoßen. SP-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures meinte in einer Aussendung, der VP-Chef missbrauche die schwierige Situation der Bank für seinen eigenen Vorteil und zündle weiter. Seitens der FPÖ attestierte Parteichef Heinz-Christian Strache dem Kanzler ein Doppelspiel.

Krokodilstränen

Vor wenigen Tagen sei Schüssel noch wie ein Aasgeier über der BAWAG gekreist und jetzt spiele er sich als deren Retter auf und vergieße Krokodilstränen, ereiferte sich Strache. Die einzig redliche Vorgangsweise wäre für den FPÖ-Chef ein Stopp des BAWAG-Verkaufs.

"Auch heute ist es mit dem Kanzler wieder durchgegangen, hat er die diffamierenden Plakate der niederösterreichischen ÖVP doch als 'legitim' bezeichnet und seinen Hochwasser-Vergleich verteidigt", empörte sich Bures: "Wenn Schüssel es ernst meint, dass sich die ÖVP nicht im Wahlkampf befindet, wäre es sicher ein Leichtes für ihn, bei seinem niederösterreichischen Parteifreund (Landeshauptmann Erwin) Pröll ein Wort einzulegen, dass die Aktionen gestoppt werden", befand die Bundesgeschäftsführerin. (APA)

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