Millionen-Finanzspritze für Internet aus der Steckdose

14. Mai 2006, 15:01
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GE und EarthLink investieren in umstrittene Technologie

Der US-Stromnetz-Internetanbieter Current Communications hat sich eine Kapitalspritze im Wert von 130 Mio. Dollar gesichert. Als Risikokapitalgeber fungieren unter anderem General Electric und EarthLink, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Current bietet Breitbandservices wie Hochgeschwindigkeits-Internet über herkömmliche Stromleitungen in der Region Cincinetti und bald auch in Dallas an.

Möglichkeiten

Darüber hinaus können dem Unternehmen zufolge auch Energieversorger die Lösung nutzen, um etwa Sicherheit und Effizienz ihrer Stromnetze zu überwachen. "Unsere vertiefte Partnerschaft mit einer Reihe von Firmen einschließlich unserer Investoren zeigt, wie wichtig unsere Energie- und Kommunikationslösungen für das weitere Wachstum der digitalen Wirtschaft sind", sagt William H. Berkman, Chairman und Co-Gründer von Current.

Nachhaltig

Die Finanzspritze von Firmen wie General Electric deute an, dass Currents Bemühungen, seine Powerline-Technologie zu etablieren, an Zugkraft gewännen, urteilt auch das WSJ. Bereits im Juli 2005 hatten Google, Goldman Sachs und Hearst insgesamt rund 100 Mio. Dollar in das Startup gepumpt.

Unterstützung

In den USA gilt das Internet aus der Steckdose als Alternative zu Angeboten von Telekom- sowie Kabelprovidern und wird von der US-Regulierungsbehörde FCC unterstützt. Im Kreuzfeuer der Kritik steht die Powerline-Technologie dagegen derzeit in Europa. Kritikern zufolge verursachen die Powerline-Netze Funkstörungen, die neben Amateurfunk- auch Radio- und Notruffrequenzen beeinträchtigen können. (pte)

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