Washington will Khalid Sheikh Mohammed nicht vor Gericht stellen

7. Mai 2006, 20:15
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Kein Terrorismusprozess wie gegen Moussaoui - Ziel sei es, möglichst viel von ihm zu erfahren

Washington - Die Regierung in Washington beabsichtigt nicht, einen der mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, vor ein US-Gericht zu stellen. Ziel sei es, möglichst viel von dem an einem geheimen Ort Festgehaltenen zu erfahren, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, am Donnerstag in Washington.

Die Informationen seien nötig für die Geheimdienste, um weitere Angriffe zu verhindern. "Der Feind, mit dem wir konfrontiert sind, ist raffiniert, todbringend und entschlossen", sagte McClellan.

Die frühere Nummer drei des Al-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden war im März 2003 in der Nähe von Islamabad festgenommen worden. Wegen der Umstände seiner Gefangenschaft, die ein Verfahren untergraben könnten, wird er nach Ansicht von Experten nicht vor Gericht gestellt. Der Franzose Zacarias Moussaoui war am Donnerstag von einem US-Gericht wegen seiner Rolle bei den Anschlägen vom 11. September zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit einer Freilassung verurteilt worden. (APA)

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    foto: handout us district court
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