Namen: Gysi besucht das "Wunder von Graz"

5. Mai 2006, 16:18
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Gast bei Kaltenegger - Dass es ein "Bedürfnis nach einer Partei links von der Sozialdemokratie" gebe, ist für Gysi europaweit evident

Seine allererste Auslandsreise seit er wieder Fraktionschef der Linken im Deutschen Bundestag ist, führe ihn nicht etwa nach Frankreich oder Lateinamerika, sondern in die Steiermark, erklärte Gregor Gysi am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem steirischen KP-Chef Ernest Kaltenegger. Denn "Sie haben ja hier ein kleines Wunder erlebt", meinte der Berliner zu den im Herbst in den steirischen Landtag eingezogenen Genossen. Gemeinsam mit einer parlamentarischen Delegation besuchte Gysi unter anderem das LKH in Graz und traf sich mit Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ).

Dass es ein "Bedürfnis nach einer Partei links von der Sozialdemokratie" gebe, sei für Gysi europaweit evident, anders als die steirische KPÖ sei seine Partei aber nicht gegen die EU, "sondern für eine andere EU. Das ist ein Unterschied zur Steiermark, aber mit dem müssen wir leben". Immerhin wolle er ja auch in Deutschland die teils gegensätzlichen Linksparteien von Ost und West spätestens 2007 in einer neuen Partei vereinigen. (cms/DER STANDARD, Printausgabe, 5.5.2006)

  • Gysi (re.) besucht das "kleine Wunder" Kaltenegger.
    foto: herwig hoeller

    Gysi (re.) besucht das "kleine Wunder" Kaltenegger.

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