Prostituierte kämpfen um soziale Gleichstellung

1. Juni 2000, 21:40

In Berlin findet das Kult-Hur-Festival statt

Berlin - Prostituierte aus Europa, Afrika und Amerika haben zu Beginn des Kult-Hur-Festivals in Berlin eine Verbesserung ihrer sozialen und rechtlichen Situation gefordert. Sie kämpften vor allem um mehr gesellschaftliche Akzeptanz und eine Gleichstellung zu anderen Arbeitnehmerinnen, sagte die Festivalorganisatorin Mahide Lein am Donnerstag.

Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Irmingard Schewe-Gerigk, will sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass bis kommenden Herbst ein Gesetzentwurf über die Antidiskriminierung von Prostituierten ausgearbeitet wird. Sie betonte, dass im Koalitionsvertrag festgelegt worden sei, gesetzliche Regelungen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Prostituierten zu schaffen. Dazu gehöre "die Abschaffung der Sittenwidrigkeit" und dass es den Frauen möglich sein müsse, Arbeitsverträge abzuschließen.

Notwendig sei zudem eine "abgesicherte Umgebung" für die Arbeit der Prostituierten und eine Neuregelung der Sperrbezirksverordnungen. (APA/AP)

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