Elf Bieter für deutsche UMTS-Lizenzen zugelassen

1. Juni 2000, 19:23

Vivendi zieht sich zurück - Nets AG abgelehnt

Die Deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat insgesamt elf Anbieter für die UMTS-Auktion zugelassen. Zu den Unternehmen gehören die Deutsche Telekom, Mannesmann Mobilfunk, E-Plus und Viag Interkom, sowie Mobilcom, Debitel und Talkline. Weitere Bieter sind das US-Unternehmen WorldCom Wireless, 3G und Auditorium Investment Germany, hinter denen Hutchison Whampoa aus Hongkong steht. Als einziges Unternehmen hatte die deutsche Nets AG der Prüfung der Regulierungsbehörde nicht standgehalten.

Die elfte Zulassung ging an Vivendi SA. Diese hat sich allerdings aus dem Bieterverfahren zurückgezogen. Der französische Konzern hatte der Bundesregierung vorgeworfen, neue Mobilfunkteilnehmer in Deutschland wegen der hohen Kosten für den Ausbau eines eigenen Netzwerkes zu benachteiligen.

Mit Vodafone Airtouch, France Telekom und deren neu übernommene Tochter Orange will die Regulierungsbehörde noch klären, wie eine nicht erlaubte Doppelteilnahme an der Versteigerung vermieden werden kann. Orange ist in der Group 3 G - die Abkürzung steht für den Mobilfunk der dritten Generation - gemeinsam mit der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera. Und die France Telecom bietet bereits direkt über ihre Tochter Mobilcom. Der französische Telekom-Konzern hat diese Woche die Vodafone-Tochter Orange übernommen.

Die Versteigerung beginnt am 31. Juli 2000 um 10.00 Uhr im Gebäude der Regulierungsbehörde in Mainz. Für die Teilnahme an der UMTS -Auktion müssen vier Wochen vor der Versteigerung Bürgschaften hinterlegt werden. Laut RegTP handelt es sich dabei je nach Bietrecht um Beträge ab 400 Millionen Mark. Zusätzlich müsse jeder Bieter zwei Wochen vor Versteigerungsbeginn eine Kaution in Höhe von 20 Millionen Mark hinterlegen. (n-tv/tecChannel.de/pte)

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