Umfrage: Keine Mehrheit für Unabhängigkeit Montenegros

1. Juni 2006, 17:04
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Slowenisches Institut: 55-Prozent-Hürde dürfte verfehlt werden - Hohe Beteiligung erwartet

Wien/Laibach - Die nötige Mehrheit für einen Austritt aus dem Staatenbund mit Serbien und eine Unabhängigkeit wird in Montenegro derzeit verfehlt. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Umfrage des Laibacher Instituts für Nahost- und Balkanstudien Ifimes. Demnach würden 49,3 Prozent der Montenegriner beim Referendum am 21. Mai für die Unabhängigkeit stimmen. Damit es tatsächlich soweit kommt, ist laut den Abstimmungsregeln jedoch eine 55-prozentige Befürwortung nötig.

Auf die Frage "Werden Sie bei der Volksabstimmung am 21. Mai für ein unabhängiges Montenegro stimmen?" antworteten 43,8 Prozent mit Nein. 6,9 Prozent waren unentschlossen. Die Schwankungsbreite wurde von Ifimes mit plus/minus drei Prozent angegeben. Im Rahmen der Telefonumfrage wurden zwischen dem 25. und dem 27. April 1.010 Personen in Montenegro befragt.

Hohe Beteiligung erwartet

Wie das Laibacher Institut weiter ermittelte, wollen sich 82,3 Prozent der Befragten am Referendum beteiligen. 17,7 Prozent wollen nicht zur Abstimmung gehen.

In der Vorwoche hatte eine Meinungsumfrage zum ersten Mal ein Überspringen der 55-Prozent-Hürde ausgewiesen. Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Damar erhob 55,9 Prozent für die Unabhängigkeit, 44,1 Prozent für den Verbleib im Staatenbund mit Serbien. (APA)

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