Manhattans Büromieten steigen weiter

12. Juli 2006, 16:32
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Durchschnittspreis derzeit bei 38,75 Dollar - Leerstandsraten steigen, zählen aber noch immer zu den niedrigsten in den USA

Die Büromieten in Manhattan Midtown, Midtown South und Downtown sind nach Angaben des internationalen Beratungsunternehmens Cushman & Wakefield (C&W) im ersten Quartal weiter gestiegen. Im Durchschnitt lag der Mietpreis Ende März bei 38,75 US-Dollar (30,67 Euro) pro Quadratmeter und Monat (brutto), dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren, während die Vermietungsleistung mit rund 502.000 Quadratmetern im Vergleich zum ersten Quartal im Vorjahr um 19 Prozent zurückgegangen ist.

Die Nachfrage nach Premium-Büroflächen ist gleichzeitig stark gestiegen: So seien im ersten Quartal 15 Mietverträge zum Preis von über 89,70 Dollar (71 Euro) pro Quadratmeter und Monat abgeschlossen worden, berichtet C&W.

Leerstandsraten gestiegen

In Midtown ist der Leerstand für 1a-Büroflächen im ersten Quartal leicht von 5,6 Prozent (Jahresende 2005) auf 5,8 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt betrug die Leerstandsquote in Midtown 7,8 Prozent.

In Downtown lag die Durchschnittsmiete bei 31,40 Dollar gegenüber 27,80 Dollar im vierten Quartal 2005. Die Leerstandsrate stieg um ein Prozent auf 11,6 Prozent, was C&W auf die Fertigstellung des ersten neuen Bürogebäudes auf dem Areal des ehemaligen World Trade Centers zurückführt.

Die Differenz zwischen den teuersten Büroflächen in Midtown und den günstigsten Flächen in Downtown für vergleichbare 1a-Flächen betrug 41,25 Dollar pro Quadratmeter und Monat.

Niedriger Leerstand in Downtown

Trotz dieses leichten Anstiegs zählt der Leerstand in Downtown Manhattan zu den niedrigsten unter den dreißig großen Büromärkten in den Vereinigten Staaten. Die zehn Büromärkte mit den niedrigsten Leerstandsraten in den USA sind laut Cushman & Wakefield Midtown South Manhattan mit 6,2 Prozent, Washington D.C. mit 7,1 Prozent, Bellevue Washington mit 7,5 Prozent, Midtown Manhattan mit 7,8 Prozent, Orange County (Kalifornien) mit 8,5 Prozent, Portland (Oregon) mit 11,2 Prozent, Downtown Manhattan mit 11,6 Prozent, Seattle (Washington) mit 11,6 Prozent, Oakland (Kalifornien) mit 12,6 Prozent und Boston (Massachusetts) mit 12,9 Prozent.

Insgesamt werde das Angebot an modernen Büroflächen im hochwertigen Preissegment in New York City immer knapper. Bei C&W führt man dies darauf zurück, dass zahlreiche Unternehmen bereits ihre Mietverträge für Premium-Flächen verlängert oder zusätzliche 1a-Flächen angemietet haben. In den vergangenen drei Monaten haben allein neun Unternehmen ihre Büroflächen um mehr als 5.000 m² erweitert.

Die größten Anmietungen erfolgten im ersten Quartal von der Bank of America, die 50.000 Quadratmeter in One Bryant Park anmietete. Ross Stores mietete 15.300 m² am Broadway und Advance Magazine Publishers 7.500 m² in der Avenue of the Americas.

Positiver Trend am Investmentmarkt setzt sich fort

An Manhattans Investmentmarkt setzte sich der positive Trend des letzten Jahres im ersten Quartal 2006 ungebrochen fort: So wurden bereits Transaktionen im Volumen von über 2,7 Mrd. Dollar (2,14 Mrd. Euro) abgeschlossen - im Vergleich zu 2,1 Mrd. Dollar im ersten Quartal des Vorjahres. Zudem befinden sich Transaktionen im Volumen von über 6 Mrd. Dollar in Verhandlung. Investiert wurde im ersten Quartal 2006 zu 67 Prozent von privaten Investoren und zu 25 Prozent von Investment-Trusts. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    In Manhattan (Bild: Blick vom Rockefeller Center Richtung Süden) wird das Angebot an hochwertigen Büroflächen immer knapper.

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