250 Jobs fallen weg

22. Juni 2006, 20:04
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Integration der VA Tech in Siemens-Industriegeschäft macht Beschäftigte überflüssig

Wien – Die Filetierung der VA- Tech-ElinEBG und die Integration in den Siemens-Konzern ist auf Schiene. Am meisten "bluten" muss, wie DER STANDARD bereits berichtete, die Gebäudetechnik der im Vorjahr übernommenen VA- Tech. Da ein Teil der insgesamt 2300 österreichischen ElinEBG-Beschäftigten pensioniert bzw. zum freiwilligen Abgang bewegt wurde, werden von den 650 Kündigungen, die im Jänner beschlossen wurde, nun "nur" 250 beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet. Für sie gibt es einen Sozialplan samt Arbeitsstiftung.

Das reine Gebäudetechnik- Geschäft umfasst danach laut Insidern rund 800 Stellen. Sie werden als eigene Geschäftseinheit weitergeführt. Für wie lang, ist offen. Denn Gebäudetechnik ist bei Siemens kein Kerngeschäft mehr, es wurde in Österreich vor Jahren in das Jointventure Bacom (mit der Ortner-Gruppe, Anm) ausgelagert. Der Ableger hat dem Vernehmen nach zwei Jahre Zeit, branchenübliche Renditevorgaben zu erfüllen. Der Rest der ElinEBG – sie beschäftigte in Österreich insgesamt 2300 Mitarbeiter – wird in Industrie-Geschäft, Facilitymanagement und Elektrotechnik der Siemens AG Österreich aufgehen.

Ein Sonderfall ist ElinEBG Elektronik, insbesondere deren Herzstück, das Jointventure STI Elin Inverter, das im September 2004 mit Schneider Toshiba Inverter SAS zwecks Spezifikation, Entwicklung und Produktion von Frequenzumrichtern im oberen Leistungsbereich gegründet wurde. Hier sind Siemens und ElinEBG harte Konkurrenten – mit weit reichenden Überschneidungen. Da nicht zu erwarten ist, dass Mehrheitseigentümer Schneider Toshiba Inverter, Weltmarktführer bei Frequenzumrichtern, mit Erzrivale Siemens kooperieren will, rechnet man bei Siemens, dass der 60-Prozent-Eigner die 40 Prozent der ElinEBG Elektronik übernehmen wird. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.5.2006)

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