"Erklärung von Windhuk"

4. Juli 2006, 22:12
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Darin wird Zensur als schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte angeprangert - Libanesische Journalistin erhält heuer Guillermo-Cano-Preis

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wurde am 20. Dezember 1993 von der UNO-Vollversammlung ausgerufen und auf den 3. Mai festgelegt.

"Erklärung von Windhuk"

Am 3. Mai 1991 war in der namibischen Hauptstadt Windhuk bei einem Seminar der UNO-Bildungs- und Kulturorganisation UNESCO zur Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse eine Erklärung zur Pressefreiheit verabschiedet worden - die "Erklärung von Windhuk". Darin wird die Zensur als eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte angeprangert. Die Botschaft von Windhuk lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben müsse, frei und ohne Angst berichten zu können.

Guillermo-Cano-Preis

Die Initiative zum Tag der Pressefreiheit ging von der UNESCO und der Organisation Reporter ohne Grenzen (Reporters sans frontieres/RSF) aus. Der Tag erinnert auch an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt. Seit 1997 verleiht die UNESCO an diesem Tag den Guillermo-Cano-Preis zum Gedenken an diesen ermordeten kolumbianischen Journalisten.

Autobomben-Anschlag

Heuer wurde der mit 25.000 US-Dollar (19.774 Euro) dotierte Preis der libanesischen Journalistin May Chidiac zuerkannt. Die Nachrichtensprecherin und Talkshow-Moderatorin war im September 2005 Opfer eines Autobomben-Anschlags geworden, bei dem sie einen Arm und ein Bein verlor. Der Preis wird am 3. Mai bei einer Feier in der srilankesischen Hauptstadt Colombo überreicht. (APA/dpa)

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