H5N1-Virus erstmals bei Storch nachgewiesen

23. Juni 2006, 12:29
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Tier ist in Deutschland verendet

Berlin - Die gefährliche Asia-Variante der Vogelgrippe ist erstmals auch bei einem Storch nachgewiesen worden. Einer der beiden toten Störche, die in Brandenburg gefunden wurden, war mit der gefährlichen Asia-Form des H5N1-Virus infiziert, erklärte Elke Reinking Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts. Da es sich um ein Pärchen gehandelt hat, gehe man davon aus, dass auch der zweite Storch daran gestorben ist.

Die Störche haben sich nach einer ersten Einschätzung der Experten vermutlich nicht in Afrika, sondern an Ort und Stelle infiziert, wie Reinking erklärte. Es sei unwahrscheinlich, dass infizierte Tiere noch so lange fliegen könnten, dass sie krank von Afrika nach Deutschland gekommen wären.

Bisher hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit insgesamt 337 mit der gefährlichen Asia-Variante des H5N1-Virus befallene Wildvögel, drei Katzen ein Marder registriert sowie eine Nutztieranlage mit Puten in Sachsen-Anhalt. Immer wenn eine neue Tierart oder ein neues Ausbruchsgebiet von der Vogelgrippe befallen werde, werde neben dem normalen Test auch der länger dauernde Test auf den gefährlichen Asia-Typ des H5N1-Virus durchgeführt.(APA/AP)

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