Zuwenig Lehrangebot: ÖH reichte Klage gegen Med-Uni Graz ein

25. Juli 2006, 14:29
10 Postings

Schadenersatz und Rückerstattung der Studiengebühren - Erster Verhandlungstermin in zwei Wochen

Graz - Weil die Medizinische Universität Graz Lehrveranstaltungen nicht im ausreichenden Maße anbietet, könnte rund 140 Studenten eine Studienpause drohen. Wie am Dienstag die Bundesvertretung der ÖH bestätigte, habe man deshalb stellvertretend für einen Studierenden eine Klage beim Landesgericht Graz eingereicht. In zwei Wochen soll der erste Verhandlungstermin in Graz stattfinden.

Studienverzögerung befürchtet

Da bestimmte Lehrveranstaltungen nur im Sommersemester angeboten werden, könnten die Studenten nach Angaben der ÖH ein Semester oder mehr verlieren, obwohl sie die Studiengebühren bereits bezahlt haben. Deshalb reichte die ÖH im März eine Klage ein: "Die Universität ist verpflichtet, ein ausreichendes Lehrangebot zu schaffen. Das tut die Med Uni Graz aber nicht, und so kann es zur Studienverzögerung kommen", so Barbara Blaha vom Vorsitzteam der Bundesvertretung der ÖH.

Musterprozess

Mit der Klage auf Rückerstattung des Verdienstentgangs auf Grund eines späteren Berufseinstiegs und auf Rückerstattung der Studiengebühr will die ÖH einen Musterprozess erwirken. Eine Verzögerung des Studiums könnte weitere Folgen nach sich ziehen, wie der Verlust eines Stipendiums, gab Blaha zu bedenken. Die Lehrveranstaltungen, die derzeit nur im Sommersemester angeboten werden, sollten auch im Wintersemester absolviert werden können, wünscht sich die Hochschülerschaft. (APA)

Share if you care.