Leitl: Finanzplatz Österreich aus Turbulenzen heraushalten

8. Mai 2006, 14:43
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Wrtschaftskammer-Präsident: Umbrüche in Sozialpartnerschaft - Kein Kommentar zu Tumpel

Wien - Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl tritt angesichts der Diskussion um den BAWAG-Skandal dafür ein, vorrangig den Finanzplatz Österreichs aus den Turbulenzen herauszuhalten. Auf die Frage, ob die BAWAG ein Wahlkampfthema sein sollte, sagte Leitl gegenüber der APA: "Wir sollten alles tun, das Vertrauen in Österreichs Wirtschaft und Finanzsysteme zu stärken. Die Eigentümer der BAWAG werden schon die notwendigen Fragen stellen".

Die ganze Causa sollte "dort belassen werden, wo sie hingehört, nämlich zu den Eigentümern, sprich den Gewerkschaftsmitgliedern. Ich sehe für mich als Wirtschaftskammerpräsident keinen Anlass, mich in Dinge, die mich eigentlich nichts angehen, einzumischen".

Kein Kommentar zu Tumpel

Auf AK-Präsident Herbert Tumpel angesprochen, der zuletzt wieder stärker unter ÖVP-Beschuss geraten ist, wollte Leitl nichts sagen. "Ich möchte mich, was andere Sozialpartner betrifft, nicht äußern". Was die Sotzialpartnerschaft selbst betrifft, habe diese "natürlich Umbrüche" zu verzeichnen. "Wenn langjährige Gewerkschaftschefs praktisch über Nacht weg sind, ist das eine Neuorientierung. Aber ich bin überzeugt, dass die Neuorientierung gelingen wird und die neuen Personen im Stil und nim Geist der notwendigen und anstehenden Problemlösungen arbeiten wird".

ÖVP-Sozialsprecher Walter Tancsits forderte wiederum von AK-Präsident Herbert Tumpel eine Entschuldigung "für die skandalösen Vorgänge bei der BAWAG, für die er als ehemaliger Aufsichtsratspräsident mitverantwortlich ist". Es sei ein Armutszeugnis, dass sich lediglich ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer für die Vorkommnisse entschuldigt habe. Tumpel sollte die Konsequenzen ziehen. (APA)

  •    Die ganze Causa sollte "dort belassen werden, wo sie hingehört,
nämlich zu den Eigentümern, sprich den Gewerkschaftsmitgliedern. Ich
sehe für mich als Wirtschaftskammerpräsident keinen Anlass, mich in
Dinge, die mich eigentlich nichts angehen, einzumischen", so Leitl.
    foto: standard/cremer

    Die ganze Causa sollte "dort belassen werden, wo sie hingehört, nämlich zu den Eigentümern, sprich den Gewerkschaftsmitgliedern. Ich sehe für mich als Wirtschaftskammerpräsident keinen Anlass, mich in Dinge, die mich eigentlich nichts angehen, einzumischen", so Leitl.

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