Pro Liter Limonade - bis zu 32 Stück Würfelzucker

29. Jänner 2007, 14:22
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Die Arbeiterkammer untersuchte 63 Limonaden, Eistees und Wellnessgetränke - viele "Durstlöscher" enthalten haufenweise Zucker

Wien - Süßes macht durstig, aber viele "Durstlöscher" enthalten haufenweise Zucker. Laut einem Test der Wiener Arbeiterkammer finden sich in Getränken ohne Süßstoff bis zu 32 Stück Würfelzucker pro Liter. Selbst in manchen als "light" angepriesenen Produkten wurden - zusätzlich zu künstlichen Süßstoffen - bis zu 14 Stück Zucker pro Liter festgestellt.

Durchschnittlich 84 Liter Limodane pro Jahr

Jeder Österreicher trinkt im Schnitt fast 84 Liter alkoholfreie Limonaden pro Jahr. Künstliche Süßstoffe müssen in der Zutatenliste angegeben sein. Die am häufigsten verwendeten künstlichen Süßstoffe in Getränken sind Acesulfam K (E 950), Apsartam (E 951), Cyclamat (E 952) Saccharin (E 954). Den Zuckeranteil findet man im besten Fall in der freiwilligen Nährwertkennzeichnung, die künftig für alle Produkte vorgeschrieben werden sollte, fordern die Konsumentenschützer.

Alternativen zu Picksüßem

"Die besten Durstlöscher bleiben Leitungs- und Mineralwasser und ungesüßte Tees", sagte AK-Experte Heinz Schöffl. "Zucker, aber auch künstliche Süßstoffe sollten grundsätzlich nicht übermäßig verzehrt werden, aber gerade der Konsum von Erfrischungsgetränken trägt häufig unbemerkt dazu bei."

Kinder können auch zuviel erwischen

Vor allem Kindern sollte man Alternativen zu den picksüßen Säften anbieten. Sie können wegen ihres geringeren Körpergewichts leicht die empfohlenen Grenzwerte für die Aufnahme von Süßstoffen überschreiten. Ein mit Wasser aufgespritzter Apfel- oder Orangensaft enthält laut AK Wien zwölf bis 13 Stück Würfelzucker pro Liter. "Das ist sogar weniger als die Hälfte des Zuckeranteils, den Limonaden ohne Süßstoffe enthalten", so die Konsumentenschützer.

Achtung Zitronensäure kann Zahnschmelz angreifen

Nicht nur Süßes wird bekrittelt. Limos und Eistees wird häufig das Säuerungsmittel Zitronensäure hinzugefügt. Sie könne in Mengen, wie sie in alkoholfreien Erfrischungsgetränken oder Eistees gemessen werden (etwa 0,25 Prozent), nach Angaben des deutschen Instituts für Risikobewertung "bei häufigem Konsum den Zahnschmelz angreifen", warnte die AK Wien. Das gelte auch für weitere Fruchtsäuren oder andere zugesetzte Säuren, etwa Phosphorsäure in Cola-Getränken.(APA)

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