Durch die Marter des sexuellen Missbrauchs

11. Mai 2006, 13:47
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30 Meter langer Tunnel der Künstlerin Elisabeth Furtmüller derzeit im Wiener Rathauspark begehbar

Wien - Mit einem 30 Meter langen "Tunnel der Marter", der bis 7. Mai durch den Wiener Rathauspark führt, macht die Künstlerin Elisabeth Furtmüller auf das Tabuthema sexueller Missbrauch aufmerksam. Im Inneren des ganztägig zugänglichen Tunnels sind Geschichten von Betroffenen dargestellt. Um den Erzählungen ein Gesicht zu geben, aber die Persönlichkeit der Opfer zu schützen, haben sich Prominente für Gipsabdrücke zur Verfügung gestellt.

Unterstützung für "die Möwe"

Die Ausstellung der Texte und Masken begleitet ein Informationszelt, in dem auch professionelle und diskrete Unterstützung angeboten wird. Auf der Homepage kann man sich in eine Solidaritätsliste eintragen und für die Kinderschutzzentren "Die Möwe" spenden. Auch eine Benefiz-CD des Wiener Kunstvereins PROJEKT 33, der als Organisator auftritt, sowie der Erlös des Buches "Schritte zurück ins Leben - eine wahre Geschichte über sexuellen Missbrauch und das Leben danach", mit dem sich die deutsche Schriftstellerin Didi Lindewald an der Aktion beteiligt, kommen der "Möwe" zugute.

Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, "Die Möwe", der österreichischen Notrufnummer "Rat auf Draht" und der Kampagne "Finger Weg!" der österreichischen KriminalistInnen statt. (APA)

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    flyer: tunnel der marter
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