Geschäftsklima-Index der Eurozone setzt Aufwärtstrend fort

1. Juni 2006, 16:54
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Höchster Wert seit November 2000 - Stimmung in der Gesamtwirtschaft verbessert sich ebenfalls

Brüssel - Seit Jahresbeginn ist der Geschäftsklima-Index der Eurozone kontinuierlich gestiegen und erreichte mit 1,21 Punkten im April den höchsten Stand seit November 2000. Das deute darauf hin, dass sich das Wachstum der Industrieproduktion im gesamten ersten Halbjahr fortsetzen werde, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Die positive Einschätzung der Produktionstrends in der Industrie ist wie schon in den Vormonaten der Hauptgrund für den Anstieg des Index.

Kräftig gestiegen ist - den fünften Monat in Folge - auch ein getrennt erhobener Index, der die Stimmung in der gesamten Wirtschaft erhebt. Der Anstieg betraf sowohl die Eurozone als auch die EU insgesamt. In den 25 EU-Staaten kletterte der Stimmungsindikator in den vergangenen zwölf Monaten kontinuierlich von 97,2 auf 107,8, in der Eurozone von 96,0 auf 105,3 Zähler.

Verbrauchervertrauen hellt auf

Der Anstoß dafür kam vor allem von der Industrie und vom Dienstleistungssektor. Leicht verbessert hat sich auch das Verbrauchervertrauen sowie die Einschätzung der Manager im Handel und Bausektor. Der Indikator stieg in allen großen EU-Ländern mit Ausnahme Polens. Das größte Plus gab es in Großbritannien, aber auch Italien und Spanien verzeichneten einen soliden Anstieg. In Österreich blieb die Stimmung in der Wirtschaft gegenüber März stabil und weiter deutlich besser als im Schnitt der Eurozone. (APA)

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