Energie verteuerte sich deutlich

8. Mai 2006, 12:13
14 Postings

Preise für Superbenzin und Diesel lagen im März um zehn Prozent über dem Vorjahresniveau - Strom mit stärkstem Anstieg seit einem Jahr

Wien - Die österreichischen Haushalte mussten auch im März 2006 wieder deutlich mehr für Energie zahlen als vor einem Jahr. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte zeigt heuer weiter nach oben. Der Anstieg vom Jänner und Februar setzt sich auch im März fort. Der Energiepreisindex liegt im März 2006 um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats und um 8,4 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg um 1,0 Prozent.

Insgesamt haben sich die Preise der einzelnen Energieträger höchst unterschiedlich verändert, ein einheitlicher Trend war nicht zu erkennen, so die Energieagentur. Der Preis für Super- und Normalbenzin verringerte sich um rund einem Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Preise beider Produkte liegen damit aber rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Preis für Diesel blieb gegenüber Februar konstant und lag um 12,4 Prozent über dem Wert von März 2005.

Beim Strom gab es im März 2006 den stärksten Anstieg seit über einem Jahr. Getrieben von einem Anstieg des Arbeitspreises (sowohl Nacht als auch Tag) stieg der gesamte Strompreis gegenüber Februar um 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert betrug der Anstieg 1,9 Prozent.

Kalter Winter hinterlässt Spuren

Heizöl stieg im März gegenüber Februar um weitere 1,8 Prozent und lag um rund 17 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Auch bei den festen Brennstoffen waren leichte Steigerungsraten gegenüber Februar festzustellen: Brennholz stieg um 0,1 Prozent, Braunkohlebriketts wurden um 0,4 Prozent und Holzbriketts um 0,3 Prozent teurer. Der Brennholzpreis stieg im Jahresvergleich um 6,6 Prozent an, während der Anstieg bei den Kohleprodukten rund 2,4 Prozent betrug. Im Gegensatz dazu war beim Preis für Fernwärme gegenüber Februar ein leichter Rückgang von 0,1 Prozent fest zustellen. Insgesamt lag die Fernwärme jedoch um 6,6 Prozent über den Niveau des Vorjahres. (APA)

  • Getrieben von einem Anstieg des Arbeitspreises stieg der gesamte Strompreis gegenüber Februar um 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert betrug der Anstieg 1,9 Prozent.
    foto: standard/ robert newald

    Getrieben von einem Anstieg des Arbeitspreises stieg der gesamte Strompreis gegenüber Februar um 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert betrug der Anstieg 1,9 Prozent.

Share if you care.