S&P bestätigt AAA-Rating für Republik

20. Juni 2006, 19:49
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Die Bestätigung der Bonität spiegle die anhaltenden Fortschritte Österreichs bei der Konsolidierung des Fiskalsystems

Wien - Die Rating Agentur Standard & Poor's (S&P) hat das AAA-Rating für langfristige Schulden und das A-1+ Rating für kurzfristige Verbindlichkeiten der Republik Österreich heute, Donnerstag, bestätigt.

Die Bestätigung der Bonität spiegle die anhaltenden Fortschritte Österreichs bei der Konsolidierung des Fiskalsystems sowie den erfolgreichen Abschluss der meisten Reformschritte der Regierung wider, heißt es in einer Mitteilung von S&P.

Seit dem Jahr 2000 gehe Österreich einen scheinbar irreversiblen Weg einer verantwortungsvollen makroökonomischen Politik und mikroökonomischer Reformen. Die Regierung habe einen Großteil ihres überschaubaren Reformplanes abgeschlossen und das Budget dennoch im Auge gehabt. Die Reform des Pensionssystems sei ein Beispiel für die Bereitschaft der Regierung, auch die heikelsten Bereiche der wirtschaftlichen Reformen in Angriff zu nehmen.

Bemerkenswerter Kurswechsel

Österreich habe bedeutende Erfolge in Bezug auf die Konsolidierung des Finanzsystems erzielt. Obwohl die Schuldenbelastung weiter hoch sei und 2006 bei 62,3 Prozent des BIP erwartet wird, sei der 1998 - damals hatte Österreich das höchste Budgetdefizit innerhalb der EU - eingeschlagene Kurswechsel bemerkenswert. Erfolgreiche Reformen auf der Ausgabenseite sollten das Defizit bis 2009 unter 1 Prozent des BIP drücken. Damit werde die Schuldenbelastung weiter abnehmen und bis 2009 bei rund 58 Prozent zu liegen kommen. Die Ratingagentur macht keine Gefahren für den Stabilitätskurs aus.

Der stabile Ausblick reflektiere Österreichs robuste Politik, großen wirtschaftlichen Wohlstand und flexible "market institutions". Die Mitgliedschaft in der Euro-Zone schütze Österreich effizient vor Druck auf die Zahlungsbilanz. Keiner dieser Faktoren werden sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich ändern, so S&P.

"Wir erwarten eine Fortsetzung des erfolgreichen Stabilisierungsprozesses in Österreichs Finanzsystem, das mittel- wie langfristig auf eine Absicherung der öffentlichen Finanzen abzielt", schreibt die Ratingagentur. (APA)

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