Opposition wift Gehrer "Wortbruch" vor

25. Juli 2006, 14:29
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SPÖ und Grüne kritisieren geringere Anzahl an Medizin-Plätzen - Uni-Graz nimmt um 200 Studierende weniger auf

Wien - Die Opposition übt Kritik an der im Vergleich zur Ankündigung von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) geringeren Anzahl an Anfänger-Studienplätzen in der Medizin im kommenden Studienjahr. Gehrer hatte im Februar 1.500 Plätze an den drei Medizin-Unis in Wien, Innsbruck und Graz angekündigt. Auf Grund von Studenten auf der Warteliste aus den Vorjahren wird die Uni Graz aber um 200 weniger aufnehmen. SPÖ und Grüne werfen Gehrer daher "Wortbruch" vor.

Auf der Warteliste

Hintergrund: Ab dem Studienjahr 2006/07 sollten in Österreich eigentlich 1.500 Studienplätze für Human- und Zahnmedizin zur Verfügung stehen - an der Medizin-Uni Wien 740, in Innsbruck 400 und in Graz 360. Da die Uni Graz aber - wie bereits Ende März angekündigt - wegen noch abzubauender Studenten auf der Warteliste für einen Praktikumsplatz im zweiten Abschnitt nur 160 Plätze vergibt, sinkt die Zahl der Anfänger-Plätze auf 1.300.

Versprechen gebrochen

Für SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal ist das "ungeheuerlich". Damit werde "die Liste der gebrochenen Versprechen Gehrers wieder einmal verlängert", so Broukal unter Anspielung auf die Einführung der Studiengebühren in einer Aussendung. Das Bildungsministerium müsse den Gesetzen Geltung verschaffen und dafür sorgen, dass die Medizin-Uni Graz das nötige Geld für die 200 zusätzlichen Plätze bekomme. Ähnlich der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald in einer Aussendung. Das Bildungsministerium könne "nicht im nachhinein seine Hände in Unschuld waschen und behaupten, das hätte man weder gewusst noch geahnt", so Grünewald. Diese "Beschönigungen und Tricks in der Bildungspolitik" seien mehr als unangebracht. (APA)

    <p>SPÖ und Grüne werfen Gehrer "Wortbruch" vor.</p>
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