Eigentum in Innsbruck am teuersten

12. Juli 2006, 16:30
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Großes Angebot an hochwertigen Neubauobjekten macht westliche Ballungszentren teurer als Ostösterreich

Wien - Im Westen Österreichs sind Eigentumswohnungen überdurchschnittlich teuer - zumindest was Wohnungen in Ballungszentren betrifft. Teuerste österreichische Stadt ist nach wie vor Innsbruck mit aktuell durchschnittlich 2.898 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Salzburg mit 2.863 Euro. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Auswertungen für das erste Quartal 2006 von der Immobilien-Plattform www.immobilien.net.

Im Schnitt kostet eine Wohnung in österreich derzeit 2.203 Euro pro Quadratmeter. Auch die durchschnittlichen Anbotspreise etwa von Dornbirn bewegen sich deutlich über diesem Wert. Allerdings überwiegen im Wohnungsangebot der westlichen Ballungszentren wegen der starken Bautätigkeit in erster Linie hochwertige Neubauprojekte. In Innsbruck sind beispielsweise sieben von zehn angebotenen Eigentumswohnungen nach 2001 erbaut worden. Ein Umstand, der das durchschnittliche Preisniveau steigen lässt.

Osten: Weniger Neubauten - günstigere Kaufpreise

Weitaus günstiger kommt der Wohnungskauf im Osten: Am billigsten kaufen zukünftige Wohnungseigentümer derzeit in Eisenstadt. Der Grund ist, dass Neubauprojekte hier hier schwer zu finden sind. Aktuell sind in der burgenländischen Landeshauptstadt acht von zehn zum Kauf angebotenen Eigentumswohnungen zwischen 1946 und 1975 errichtet worden. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis bewegt sich daher bei durchaus leistbaren 953 Euro. Ebenfalls günstig kaufen die Österreicher in Leoben (durchschnittlich 1.006 Euro, hier dominieren ebenfalls gebrauchte Objekte im Angebot), St. Pölten (1.078 Euro) und Wiener Neustadt (1.095 Euro).

Ausnahme Wien und Umgebung

In Wien findet sich laut www.immobilien.net ein ausgewogenes Wohnungsangebot. Rund ein Drittel der aktuell am Markt angebotenen Eigentumswohnungen wurden nach 2001 errichtet. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Wiener Domizil (außerhalb des ersten Bezirks) bewegt sich derzeit bei 2.314 Euro. Die Bundeshauptstadt liegt damit zwar über dem Österreich-Durchschnitt, ist aber - entgegen der landläufigen Meinung - nicht das teuerste Pflaster in punkto Wohnungskauf.

Das Phänomen des "Speckgürtels" um die Großstädte ist bei der Bundeshauptstadt besonders deutlich sichtbar: Städte in unmittelbarer Wien-Nähe - wie etwa Mödling, Baden, Klosterneuburg oder Korneuburg - verzeichnen eine wesentlich höhere Zahl an Neubauten im Angebot als z.B. St. Pölten oder Eisenstadt. Diese Tatsache wirkt sich direkt auf die Anbotspreise aus: Eine Eigentumswohnung in Baden ist derzeit für durchschnittlich 1.815 Euro pro Quadratmeter zu haben, die Wertsteigerung seit dem ersten Quartal 2005 beträgt zwölf Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Mödling (durchschnittlich 2.081 Euro/m², plus fünf Prozent), Klosterneuburg (2.161 Euro, plus sieben Prozent) und Korneuburg (1.782 Euro, plus 14 Prozent).

Basis für die Berechnungen von www.immobilien.net sind 65.005 Eigentumswohnungen in Österreich, die ab dem vierten Quartal 2003 über einen professionellen Immobilienvermittler in Vermarktung standen. In die Berechnungen fließen sowohl Erstbezugs- als auch gebrauchte Wohnungen im Eigentum ein. (red)

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    Wer eine billige Wohnung sucht, sollte nicht in Innsbruck landen.

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