Keine Pensionseinbußen für Gudenus

9. Juni 2006, 12:30
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Bei mehr als einem Jahr bedingt hätte Kürzung gedroht

Wien - Die Verurteilung wegen Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingter Freiheitsstrafe wird John Gudenus zumindest finanziell keinen Verlust bringen. Wäre Gudenus zu mehr als einem Jahr bedingt bzw. mehr als einem halben Jahr unbedingt verurteilt worden, wäre dem früheren Bundesheer-Oberst seine Beamten-Pension gekürzt worden. Mit genau einem Jahr bedingter Strafe hat Gudenus allerdings keine Kürzung zu befürchten.

Geregelt ist der "Amtsverlust" im Paragraf 27 des Strafgesetzbuches. Er droht demnach bei jeder mit Vorsatz begangenen Straftat, wenn die verhängte Freiheitsstrafe ein Jahr bedingt bzw. ein halbes Jahr unbedingt übersteigt bzw. wenn die Verurteilung wegen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses erfolgt. In diesem Fall hätte Gudenus statt der Beamten-Pension nur noch eine relativ geringe ASVG-Pension bekommen. Mit dem Urteil von einem Jahr bedingt könnte Gudenus nun weiter knapp 80 Prozent seines Letzteinkommens (abzüglich eines dreiprozentigen Pensionssicherungsbeitrags) beziehen. (APA)

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