Präsidentinnen Finnlands und Lettlands für Frau an der Spitze der UNO

1. Juni 2006, 15:39
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Halonen und Vike-Freiberga für eine Nachfolgerin von Kofi Annan

Helsinki - Die Präsidentinnen von Finnland und Lettland, Tarja Halonen und Vaira Vike-Freiberga, haben sich für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen ausgesprochen. Es sei an der Zeit, dass eine qualifizierte Frau UNO-Generalsekretärin werde, sagte Halonen am Dienstag vor Journalisten. Gerüchten zufolge spekuliert Halonen, die erst vor Kurzem für eine sechsjährige Amtszeit als Präsidentin wiedergewählt worden war, selbst auf den Posten.

Vike-Freiberga, die ihr Interesse an der Aufgabe bereits öffentlich bekundet hat, nannte die Qualifikation als das wichtigste Kriterium für das Amt. Allerdings sollte bei gleicher Eignung eine Frau vorgezogen werden. Schließlich hätten 60 Jahre lang stets Männer den Posten inne gehabt, obwohl Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten.

Osteuropa

Die Lettin sprach sich gleichzeitig für einen Bewerber aus einem osteuropäischen Land aus. Diese seien auf Grund des Eisernen Vorhangs jahrzehntelang nicht als unabhängige Staaten in der UNO vertreten gewesen.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan scheidet Ende des Jahres aus seinem Amt. Nach dem Afrikaner dürfte der Posten dann traditionell nach einem nicht festgeschriebenen Wechsel der Kontinente an einen Asiaten oder eine Asiatin gehen. (APA)

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