Die Expo 2000 ist eröffnet

1. Juni 2000, 12:42

Erst war die Prominenz am Zug - seit Donnerstag steht die Expo nun aber auch für gewöhnlich sterbliche Besucher offen

Hannover - Nach der gestrigen Ansprache von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnete Bundespräsident Johannes Rau am Donnerstag die Expo für das Publikum. In seiner Eröffnungsrede vor über tausend Besuchern rief der Bundespräsident die Deutschen auf, sich "gastfrei, tolerant und weltoffen" zu zeigen. "Die Expo wird aufregend, wenn wir neugierig werden, wie die anderen leben", sagte Rau. Anschließend durchschnitt der Bundespräsident das rote Band am Expo-Eingang und ging zusammen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und anderen Ehrengästen über die Brücke auf das Expo-Gelände. Dort wollte Rau nach einem Rundgang an einem Himmelfahrts-Gottesdienst teilnehmen.

Expo-Chef Birgit Breuel sagte, sie sei stolz und glücklich der Welt die Ausstellung präsentieren zu können. Es sei eine Weltausstellung zum Anfassen, "eine Expo mit Herz und Verstand". Vor dem Eingang zur Weltausstellung protestierten einige Expo-Gegner mit Transparenten und riefen "No Expo". Sie wurden von der Polizei abgedrängt. Auf den Autobahnen und Schnellstraßen rund um das Expo-Gelände blieb das befürchtete Verkehrschaos aus.

Auch "Expo am Meer" in Wilhelmshaven eröffnet

In Wilhelmshaven ist Donnerstag Vormittag auch die "Expo am Meer" eröffnet worden. Sie findet zeitgleich mit der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover statt. Die Veranstalter erwarten in den kommenden fünf Monaten rund eine Million Besucher. Bereits Mittwoch Abend hatten mehrere tausend Menschen mit einem internationalen Kulturprogramm in den ersten Expo-Tag hineingefeiert.

Die "Expo am Meer" soll einen umfassenden Einblick in die ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekte von Meeren und Küsten ermöglichen. Zu den Hauptattraktionen zählt die virtuelle Unterwasser-Schau "Oceanis". Hinzu kommen Ausstellungen und Foren zu ökonomischen und wissenschaftlichen Themen. Präsentieren wollen sich auch die Marine, der Küstenschutz und verschiedene maritime Hilfsorganisationen. (Reuters)

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