Benetton bringt kreatives Chaos

19. Juli 2006, 14:14
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Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer lud Benetton-Kreativchef Renzo di Renzo nach Wien

"Für Wiens Werber nur das Beste" will die Fachgruppe Werbung Wien und lud Renzo di Renzo - Kreativkopf von Benetton - nach Wien. Weitere Experten sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen und "ihren Weg zum Erfolg" beschreiben, Trends und Tendenzen in der Kommunikation aufzeigen.

Di Renzo, 1962 in Italien geboren, wechselte nach dem Literaturstudium zur Werbung und ist heute Creative Director der Fabrica, dem im Jahr 1994 gegründeten Benetton-Forschungszentrum für Kommunikation, nach Eigendefinition "Labor für angewandte Kreativität". Es gehe darum, das Benetton-Leitmotiv "Colors" in eine Institution für Bildung und Research zu übersetzen, so Di Renzo.

Rund 50 junge Menschen aus aller Welt verbringen ein Jahr in der Fabrica, lernen und arbeiten in unterschiedlichsten Bereichen wie Grafik, Illustration, Design, Fotografie, Mode, Text, Film, Neue Medien. Wobei die Fabrica keine klassische "Schule" sein will, vielmehr stehe "der Austausch, das Miteinander, das kreative Durcheinander im Vordergrund". Die Zeit in der Fabrica ist für die Teilnehmer "kein Ferientripp", betont di Renzo. Die Kreativen arbeiten nach Ideen, nicht nach Fächern. Die Zeit in der Fabrica sind für die Teilnehmer aber "keine Ferien", wie Di Renzo betont, generell sei es schwer, wirklich talentierte Menschen zu finden, es gebe viele gute, aber wenig hervorragende.

Keine Angst vor Fehlern zu haben ist wichtige Voraussetzung für eigene Entwicklung, meinte Di Renzo, schließlich sei unsere Welt auch durch einen Fehler - den Big Bang - entstanden. (ae/DER STANDARD, Printausgabe, 26.4.2006)

  • Reno di Renzo
    foto: fabrica

    Reno di Renzo

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