Hurrikan-Rekord "direktes Ergebnis" der Erderwärmung

9. Oktober 2006, 18:09
43 Postings

Führender Metorologe der US-Regierung widerspricht offiziellem Erklärungsmuster unter Bush und macht Klimawandel für Stürme verantwortlich

Monterey - Ein führender Metorologe der US-Regierung hat die Rekordzahl von Hurrikanen im vergangenen Jahr als "direktes Ergebnis" des Klimawandels bezeichnet. Treibhausgase seien zunehmend für die höhere Meerestemperatur verantwortlich, sagte am Montag Greg Holland, Abteilungsleiter des Nationalen Zentrums für Atmosphären-Forschung. Die Stürme würden wegen des wärmeren Wassers an Stärke gewinnen, und es steige die Wahrscheinlichkeit, dass sie die USA erreichten. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush erklärt stets, die Erderwärmung sei eine unbewiesene Theorie.

Holland äußerte sich auf einem Kongress im kalifornischen Monterey. Dort werden andere Forscher die These vertreten, dass die veränderten Wind- und Temperaturbedingungen in den Tropen auf natürliche Ereignisse zurückzuführen seien. Sie schließen einen Zusammenhang mit Kohlenstoff-Emissionen etwa von Industrieanlagen aus.

Negativer Rekord

Noch nie suchten so viele Hurrikane die Vereinigten Staaten heim wie im vergangenen Jahr. Der Sturm "Katrina" im August war der seit 77 Jahren tödlichste. Zudem verursachte er Sachschäden in Höhe von schätzungsweise 75 Milliarden Dollar (60,7 Mrd. Euro) - mehr als jeder andere Hurrikan zuvor. (APA/Reuters)

Share if you care.