Drang zur "Normierung" von Hundekot

6. Oktober 2006, 14:38
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Das Problem der Hundstrümmerl-Entsorgung aus der Sicht von FPÖ und ÖVP

Wien - Wie immer man sich dem Hundekot in Wien nähert - es endet unschön. Da gibt es nun die Kampagne und dringliche Aufforderung an Hundebesitzer, dass sie doch bitteschön ihren Dreck respektive den ihrer Caniden wegräumen sollen - doch genau das bereitet FPÖ-Gemeinderat Kurth-Bodo Blind große Sorge.

Zum einen: "Da die ,Hundekotsackerln und deren Handhabung keiner Normierung unterliegen, ist der ,Erfolg' der Verpackung nicht gesichert", warnte Blind am Montag im Gemeinderat in einer Anfrage.

Und zum anderen: "Weiters ist bekannt, dass viele Papierkörbe sich gerade unmittelbar unter den Plänen der öffentlichen Verkehrsmittel befinden und sich eine nicht unbeträchtliche Menge von Personen aus eben diesen Papierkörben bedienen."

"Vertraue auf die Intelligenz der Menschen"

Ob dies denn hygienisch sei, wollte Blind von Gesundheitsstadträtin Renate Brauner (SP) wissen. Jene aber entgegnete: "Ich glaube, dass die Menschen üblicherweise schon wissen, wie man etwas in ein Sackerl hineintut." Und mit Blick auf Blind: "Ich vertraue auf die durchschnittliche Intelligenz der Menschen in dieser Stadt."

Zeit für eine kleine Ermahnung vom Gemeinderatsvorsitzenden Rudolf Hundstorfer an kudernde Gemeinderäte: "Das ist ein ernstes Thema bitte." Doch auch VP-Gemeinderat Robert Parzer hakte nach: "Ich glaube, wir können das nicht so einfach wegwischen." Es müsse "gesichert sein, dass die Kübel nicht zu stinken beginnen". Doch auch hier lautet die Antwort Brauners nur: "Ich weiß, dass die zuständige Frau Sima (Umweltstadträtin, Anm.) sehr engagiert ist." (Roman David-Freihsl; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.4.2006)

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