Sprung in die Selbstständigkeit

20. Oktober 2006, 10:36
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Gründen, leicht gemacht: UNIUN unterstützt Akademiker­Innen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen - und hilft beim Prozess von der Idee zum Unternehmen

Das Studium ist fast fertig, immer konkreter werden die Ideen, in welchem Bereich man nach dem Abschluss tätig sein möchte, eine Geschäftsidee entsteht. Nur: wie setzt man die Idee in die Tat um? Wie entsteht aus der theoretischen Vorstellungen ein praktisches Unternehmen? Wer sich als AbsolventIn einer österreichischen Uni oder FH entschließt, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen, der kann sich Hilfe von UNIUN, dem Qualifizierungsprogramm des Alumniverbandes der Uni Wien, holen.

Alle Studienrichtungen

UNIUN steht für "UNIversitätsabsolventInnen gründen UNternehmen" – und hat zum Ziel, angehenden oder fertigen AkademikerInnen Selbstständigkeit als interessante und sinnvolle Karriere-Alternative aufzuzeigen. Ein Kurs, der dieses Jahr von 26. April bis 6. Dezember 2006 läuft, hilft bei der Entwicklung eines Businessplanes. Die diesjährigen Seminare starten am 5. Mai, die Anmeldung zum Progrramm ist noch möglich.

"AbsolventInnen aller Studienrichtungen nehmen an UNIUN teil", berichtet Projektleiterin Dellisch. Wichtig sei es, schon mit einer konkreten Idee in das Programm einzusteigen - wer einmal dabei ist, bleibt auch in den meisten Fällen konsequent: "Fast alle der jährlich etwa 50 AbsolventInnen gründen ihr Unternehmen auch tatsächlich", berichtet Dellisch. Auch die wirtschaftlichen Erfolge seien in den meisten Fällen beachtlich.

Träume verwirklichen

Rund 750 AbsolventInnen jedes Alters haben seit 1999 an UNIUN teilgenommen - und sich ihre Träume mit Hilfe des Programmes verwirklicht. Die Bandbreite der Projekte ist breit: Von einem Imker, der eine Bienenschule für Kinder betreibt, über die Entwicklung eines Schreibcoachings für DiplomandInnen, über die biologische Kompostierung mit Hilfe von Regenwürmern bis hin zu Schädlingsbekämpfung in Museen. Eine erfolgreiche Absolventin, Mag. Sonja Vrbovszky, entwarf ein dreidimensionales Tischtuch:" Mein Unternehmen setzt sich aus zwei Schienen zusammen: Einerseits biete ich Produktdesign auf Auftragsbasis an, andererseits verwerte ich mein Patent für ein neuartiges Produkt: Dreidimensional gestaltbare Tischtücher und –Sets aus Zellstoff. Aus ihnen können bunte Blüten, dekorative Ornamente oder Figuren entfaltet werden."

Hoher Frauenanteil

Besonders stolz ist man im UNIUN-Team, dass man eine Zwei-Drittel-Beteiligung von Frauen vorweisen kann. "Vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass der Schritt in die Selbstständigkeit von Frauen sonst immer noch recht selten gegangen wird."

Die Beteiligung am GründerInnenprogramm ist nicht nur sinnvoll, sondern auch kostenfrei für die AbsolventInnen: UNIUN wird aus Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert, sowie weiters mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, der Universität Wien und der Technischen Universität Wien finanziert - eine hundertprozentige Finanzierung ist damit gewährleistet.

Berufsbegleitende Seminare

Ebenfalls wichtig für Berufstätige: Die Seminare können berufsbegleitend besucht werden. Allerdings, so Dellisch, "muss man schon wirklich sehr dahinter sein, das Programm ist sehr intensiv". Mehr als 20 Seminartage sind zu absolvieren, immer wieder werden die nächsten Schritte in der Erstellung des Businessplanes vonm ExpertInnen überprüft. "Man muss schon damit rechnen, die Zeit, die man für die Seminare aufwendet, in etwa zu verdreifachen", so Dellisch. Das hält aber die meisten AbsolventInnen nicht davon ab, die Mühe auf sich zu nehmen - über 150 Personen hatten sich im vergangenen Jahr beworben. (az)

Info

am 26. April 2006 präsentieren die UNIUN TeilnehmerInnen 2005/06 sich und ihre Unternehmen im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste (ehemals Semperdepot). Gleichzeitig startet bereits der neue UNIUN Durchgang 2006 - mit allen Informationen zum Gründungs­qualifizierungs­programm des Alumniverbands der Universität Wien. Es gibt noch freie Plätze!

Infoveranstaltung

Wann: Mittwoch, 26. April 2006, 11.30-21.00 Uhr

Wo: Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien ("Semper-Depot”), Prospekthof Lehárgasse 6, 1060 Wien

Anmeldung: per Mail an uniun.alumni@
univie.ac.at
, Teilnahme kostenlos!

Information, Anmeldung und Termine auf www.uniun.at

  • Einige der erfolgreichen GründerInnen: Lisa Elena Hampel (DANKLHAMPEL – Studio für Industrial Design), Sonja Vrbovszky (Productdesign), Johanna Verdal (Schreibcoaching für DiplomandInnen), Dietmar Niessner (Bioimkerei & Bienenschule 4 kids)und Elisabeth Grabner-Oprießnig (Auftrittscoaching – Erfolg auf der Bühne).
    foto: uniun

    Einige der erfolgreichen GründerInnen: Lisa Elena Hampel (DANKLHAMPEL – Studio für Industrial Design), Sonja Vrbovszky (Productdesign), Johanna Verdal (Schreibcoaching für DiplomandInnen), Dietmar Niessner (Bioimkerei & Bienenschule 4 kids)und Elisabeth Grabner-Oprießnig (Auftrittscoaching – Erfolg auf der Bühne).

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