Ein Haufen offener Fragen

2. März 2007, 17:13
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Warten auf Flächenwidmung und Genehmigungen - Verkehrsanbindung grundsätzlich geplant

Wien - Auch wenn Wiens Bürgermeister und Austria-Kuratoriumsmitglied Michael Häupl (S) die Errichtung eines Fußball-Stadions in Rothneusiedl angekündigt hat, aus stadtplanerischer Hinsicht sind noch viele Fragen offen: Für das vorgesehene Areal im Süden Wiens gibt es noch keine entsprechende Flächenwidmung. Was genau in welchem Ausmaß dort gebaut wird, ist noch nicht entschieden. Ein Stadion allein dürfte es jedoch nicht werden.

Rothneusiedl gehört zu jenen Stadtentwicklungsgebieten Wiens, deren Aufschließung eng an die Verlängerung der U-Bahn gebunden ist. Der Ausbau der U1 ist bereits beschlossene Sache, auch wenn die Finanzierung noch nicht fix ist. Die Verhandlungen mit dem Bund sind noch ausständig.

U1 frühestens 2012

Laut Schätzungen dürfte die U1 frühestens 2012 bis nach Rothneusiedl fahren. Auch die Straßenanbindung, konkret die Verbindung zwischen A23 und S1 ("Hansson-Spange"), ist als "A24" bereits im Bundesstraßengesetz enthalten. Die Errichtung liege jedoch noch in weiter Ferne, wie die Opposition kritisiert.

Im Gegensatz dazu wurde zuletzt ein relativ früher Zeitpunkt für die Fertigstellung des Stadions genannt. Nach einem Gespräch zwischen Häupl, Magna-Chef Frank Stronach und Klub-Präsident Peter Langer hieß es, dass bis 2010 die neue Austria-Arena stehen könnte. Bezahlt werde solle das Stadion "zu hundert Prozent von Magna".

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Zu vernehmen war auch, dass die Planungen voranschreiten, wenn auch eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Was seinen Grund hat: Noch müssen Grundstücksankäufe getätigt werden. Im Rathaus besteht nun die Sorge, dass die Preise in die Höhe schnellen. Sogar Häupl hat dies im Gemeinderat vor einigen Monaten thematisiert: "Wenn man Grundstücke kaufen will, soll man das Maul halten."

Eine Flächenwidmung oder diverse Baugenehmigungen gibt es noch nicht. Zum Stadion dürften jedenfalls aber auch andere Einrichtungen kommen. Im Raum steht die Errichtung einer Freizeitanlage. Kolportiert wird jedoch auch der Bau eines Einkaufszentrums, quasi als Konkurrenz zur Shopping-City-Süd in Vösendorf.(APA)

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