US-Finanzinvestor steigt bei Deutscher Telekom ein

1. Juni 2006, 16:50
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Die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone ist bei der Deutschen Telekom eingestiegen

Hamburg - Der New Yorker Finanzinvestor habe von der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für rund 2,7 Mrd. Euro 4,5 Prozent an der Telekom gekauft, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Der Preis pro Aktie habe 14 Euro betragen, was einem Aufschlag von 2,6 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Aktie vom vergangenen Freitag entspreche. Damit hält die KfW nun 17,3 Prozent an der Deutschen Telekom, der Bund weiterhin etwas mehr als 15 Prozent. Zuvor hatte bereits die "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe) von fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen Blackstone und dem deutschen Finanzministerium berichtet.

Aktien verteuert

Die Deutsche-Telekom-Aktien waren am Montag an der Frankfurter Börse zur Eröffnung n nach dem bekannt gegebenen Einstieg des US-Finanzinvestors Blackstone gefragt. Sie verteuerten sich um rund 3 Prozent auf 14,08 Euro. "Da Blackstone 14 Euro pro Aktie zahlt, sehen sie die Telekom derzeit wohl als unterbewertet an", sagte ein Händler.

Die deutsche Bundesregierung plant seit längerem, einen Teil der Telekom-Anteile zu verkaufen, um das Haushaltsdefizit abzubauen. Der ehemalige SPD-Parteichef Franz Müntefering hatte im vergangenen Jahr internationale Finanzinvestoren als "Heuschrecken" bezeichnet. Blackstone gehört zu der so geschmähten Gruppe. (APA/AFP/Reuters)

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