Mobilkom streicht 114 Arbeitsplätze

1. Juni 2006, 16:50
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Zahlen seien zwar gut, der Markt werde aber enger so die Begründung des Unternehmens

Wien - Der größte heimische Mobilfunkbetreiber, Mobilkom (A1), will bis Jahresende 114 seiner insgesamt 2230 Arbeitsplätze (Stand 2005) in Österreich abbauen. Auf Anfrage des STANDARD bestätigte Mobilkom-Unternehmenssprecherin Elisabeth Mattes, Sonntag, diese "Planzahl". Effektiv würde es jedoch nur in 45 Fällen zu tatsächlichen Kündigungen kommen, beim Rest handle es sich um Stellen, die im Zuge der natürlichen Fluktuation - sie beträgt bei der Mobilkom rund zehn Prozent - nicht nachbesetzt würden.

Die Zahlen der Mobilkom Austria - der Umsatz stieg 2005 um 2,4 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,2 Prozent auf 358,8 Mio. Euro - seien an sich zwar gut, der Markt werde aber einfach enger, begründete Mattes den geplanten Mitarbeiterabbau. Die Mobilkom müsse einerseits in einem Mobilfunk-Tiefpreisland agieren, andererseits gelte es als börsennotiertes Unternehmen den Aktionären gegenüber effizientes Wirtschaften zu beweisen.

Auch die Entscheidung des Telekom-Regulators, die Durchleitungsgebühren für Telefonate aus anderen Netzen stufenweise zu senken, "müssen von irgendwoher abgedeckt werden", so Mattes.

Die Mobilkom Austria werde nach dem geplanten Mitarbeiter-Abbau zu Jahresende 2006 insgesamt 2.185 Mitarbeiter beschäftigen, da in anderen Bereichen die Mitarbeiterzahl wiederum aufgestockt werde, präzisierte die Mobilkom am Montag. 45 Jobs sollen bis Jahresende über "einvernehmliche Trennungen" abgebaut werden, die restlichen knapp 70 Jobs über die natürliche Fluktuation.

Die Mobilkom-Personalvertretung hat ihre Mitglieder für kommenden Dienstag zu einer Versammlung einberufen, auf der die Maßnahmen besprochen werden sollen. (Katrin Tschentke, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.4.2006)

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