Microsoft gewährt Einblick in sein Mac-Labor

1. Juni 2006, 13:59
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Beinahe alles was Apple an Computern produziert hat verfügbar - 150 Mac minis kümmern sich um automatisierte Tests

Wesentlich offener als in der Vergangenheit - als man unter anderem einen Mitarbeiter feuerte, der die Anlieferung von neuen Apple-Rechnern am Unternehmensgelände fotografisch festgehalten hatte - zeigt sich in den letzten Monaten der Softwarehersteller Microsoft: Nachdem man erst vor kurzem einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten des eigenen Linux Labs gewährt hat, bietet David Weiss von Microsoft in seinem Weblog nun einen virtuellen Rundgang durch das Mac Lab des Unternehmens.

Auswahl

Dabei zeigt sich, dass das Unternehmen eine beeindruckende Anzahl an Apple-Rechnern sein eigen nennt. So finden sich etwa in der "Sandbox" genannten Abteilung praktisch alle Rechnerkonfigurationen auf denen irgendeine von Microsofts Anwendungen läuft.

Eingestampft

Bis vor einigen Monaten sei die Auswahl sogar noch wesentlich größer gewesen, man habe praktisch jeden jemals von Apple produzierten Rechner besessen. Aus Platzgründen im Mac Lab - das etwas mehr als 200 Quadratmeter umfasst - habe man aber so Kostbarkeiten wie den Macintosh SE/30 oder den Macintosh II auslagern müssen.

Mini ganz groß

Eine zentrale Rolle im Labor nehmen die Rechner ein, die für automatisierte Tests der Microsoft-Produkte zum Einsatz kommen, und praktisch rund um die Uhr am Arbeiten sind. Habe man für diese Tests früher G4s und später Dual-Core G5s eingesetzt, setzt man nun auf Mac Minis: Diese wären zwar theoretisch langsamer als die Dual-Core G5s, dafür könne man aber aufgrund der geringen Abmessungen wesentlich mehr Geräte am gleichen Raum einsetzen. Auch würden durch die Mac Minis die Strom- und Kühlungskosten deutlich gesenkt.

Tests

Das Mac Lab wird dabei nicht nur von den dort beheimateten EntwicklerInnen benutzt, oft sei es auch der Fall, dass andere Microsoft-Teams vorbei schauen, um ihre Programme auf verschiedenen Hardwarekonfigurationen zu testen, etwa die Spielegruppe oder auch das Windows Media-Team. (red)

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    foto: microsoft
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