Gutachten: Gleichstellung in Uni-Leistungsvereinbarungen integrieren

20. Oktober 2006, 10:03
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Evaluierungsverfahren der Österreichischen Qualitäts­sicherungs­agentur: "Echte" Ziele verankern

Wien - Das Thema Gleichstellung soll integraler Bestandteil der Zielsetzungen und Aufgaben einer Universität in den ab dem kommenden Jahr zu schließenden Leistungsvereinbarungen zwischen Bund und Unis werden. Dies empfehlen drei externe Gutachterinnen in einem Evaluierungsverfahren der Österreichischen Qualitätssicherungsagentur (AQA). Außerdem sollen Schwerpunktziele wie etwa die entscheidende Erhöhung von Frauenquoten, die Herausbildung eines Genderforschungsprofils oder geschlechtergerechte Personalentwicklungsmaßnahmen festgelegt werden.

In der Personalentwicklung gelte es zum Beispiel verbindliche Ziele zur Erhöhung der Frauenanteile durch konkrete Maßnahmen wie Quotierungen, Headhunting, Motivierung, Gestaltung von Karrierewegen und Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Bei den Studien wird ein Monitoring empfohlen, das die Geschlechterverteilung der Studenten und die Beobachtung von Drop-Out-Quoten ermöglicht. Darauf geachtet werden müsse außerdem, Frauen als wissenschaftlichen Nachwuchs besonders zu motivieren und für wissenschaftliche Maßnahmen zu gewinnen.

Konkret verlangen die Gutachterinnen zwei bis drei Haupt- oder Schwerpunktziele zum Bereich Gleichstellung in den strategischen Zielsetzungen der Unis. Dies müssten aber "echte" Ziele sein, die "wesentliche Fortschritte gegenüber dem Status Quo" versprechen. Für die Erreichung nötige Mittel sollten in einem Maßnahmenkatalog beschrieben werden. (APA)

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