Bewegung in Diskussion um Gentechnik

28. Juni 2006, 16:00
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Die EU-Kommission will künftig die nationalen Agenturen mehr einbinden und sich nicht nur auf die Empfehlungen der kritisierten EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit stützen

Wien – Verbesserungsvorschläge nach einer Welle der Kritik gegen die EU-Gentechnik-Politik – zuletzt war ein EU-Bericht an die WTO bekannt geworden, der von Sicherheitsbedenken sprach (DER STANDARD berichtete):

Die Kommission will künftig die nationalen Agenturen mehr einbinden und sich nicht nur auf die Gentechnik- Empfehlungen der kritisierten EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit (Efsa) stützen. Im Falle Österreichs wären die einzubindenden Behörden Umweltbundesamt und die Ages (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Helmut Gaugitsch vom Umweltbundesamt sagte am Rande einer Konferenz in Wien, die anlässlich der österreichischen EU-Präsidentschaft diese Woche über "Die Rolle des Vorsorgeprinzips in der GVO- Politik" stattfand, dass man schon bisher Untersuchungen vorgelegt habe, aber nicht klar gewesen sei, "welche die Efsa heranzieht und welche nicht."

Harry Kuiper, ein niederländischer Wissenschafter, der die Efsa berät, betonte bei der Konferenz, dass die Efsa "sehr gut arbeitet, was die Risikobewertung betrifft". Allerdings werde man im Mai eine weitere Konsultation zu den Risikobewertungen mit Interessengruppen durchführen.

Der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Pirklhuber hat am Mittwoch im EU-Hauptausschuss einen Antrag dahingehend gestellt, dass die Kommission ihre Gentechnik- Politik so ändere, dass sie konform mit den Bedenken in dem EU-Bericht an die WTO gehe. (ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.4.2006)

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