Leerstände in CEE auf Rekordtief

12. Juli 2006, 16:30
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CB Richard Ellis erwartet weiterhin stabiles Wachs­tum der Immobilienmärkte in Mittel- und Osteuropa - Nachfrage steigt schneller als Neubauten

Wien - Der Immobilienberater CB Richard Ellis (CBRE) rechnet mit einem weiterhin stabilen Wachstum der Immobilienmärkte Mittel- und Osteuropas. Die Leerstandsrate sei in den wichtigsten Märkten in jedem der vier Quartale im Jahr 2005 gesunken und habe zum Jahresende den bisherigen Tiefststand von 7,9 Prozent erreicht, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Marktbericht 2005.

Die Leerstandsrate sei in den sieben wichtigsten Märkten in Zentral- und Osteuropa ein Ergebnis aus steigender Nachfrage bei sich gleichzeitig verlangsamender Fertigstellung von Neubauten, heißt es in dem Bericht. Diese sieben Märkte sind laut CBRE Bratislava, Bukarest, Budapest, Moskau, Prag, Sofia und Warschau.

Renditen sinken

"Das bestimmende Element auf den Immobilienmärkten in Zentral- und Osteuropa war im Jahr 2005 die durchwegs sinkende Leerstandsrate", sagte Andreas Ridder, der von Wien aus das Team von CB Richard Ellis für Zentral- und Osteuropa steuert. "Diese sinkende Leerstandsrate ist einer der entscheidenden Faktoren, der die rapide sinkenden Renditen in der Region beeinflusst. Sinkende Leerstände erhöhen die Möglichkeit von Mietpreissteigerungen. Dies führt zu steigendem Investorenvertrauen, senkt die Risiken von Investments in einem Markt mit relativ aggressiven Preisniveaus bei erstklassigen Immobilien und führt letztendlich zu einer weiteren Wertsteigerung", so Ridder laut Mitteilung.

Die Nachfrage nach Büroflächen erreichte 2005 die Rekordmarke von 2,2 Millionen Quadratmetern, eine Steigerung um 22 Prozent gegenüber 2004. Mehr als 1,2 Millionen Quadratmeter an neuen Büroflächen wurden 2005 in den wichtigsten Immobilienmärkten der Region fertig gestellt, ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast die Hälfte der Neubauten wurde in Moskau realisiert, mehr als ein Drittel wurde im vierten Quartal des vergangenen Jahres fertig gestellt.

Büroflächen stiegen um zwölf Prozent

Der Büroflächenbestand insgesamt in Zentral- und Osteuropa erreichte Ende 2005 eine Größe von 13,3 Millionen Quadratmetern, ein Anstieg um 12 Prozent im Jahresvergleich. Bis Ende 2006 wird ein Anstieg auf rund 15 Millionen Quadratmeter erwartet, bei Bauprojekten mit rund 1,8 Millionen Quadratmetern Bürofläche ist die Fertigstellung für dieses Jahr geplant.

Bedingt durch die sinkenden Leerstandsraten, haben sich die Marktbedingungen verändert. Während Moskau als einziger Markt Mietpreissteigerungen verzeichnet, blieben die Preise in den anderen Märkten stabil. Für 2006 wird mit weiterhin stabilen Preisen gerechnet, wenngleich die sinkenden Leerstände Anlass zu leichten Preissteigerungen geben. Diese werden durch ein im Vergleich zu den Vorjahren relativ geringes Fertigstellungsvolumen weiter begünstigt. (APA)

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CB Richard Ellis

Zum Bericht
(pdf, englisch)
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    Mehr als 1,2 Millionen Quadratmeter an neuen Büroflächen wurden 2005 in den wichtigsten Immobilienmärkten der Region fertig gestellt, fast die Hälfte davon in Moskau (Bild: Hotel "Rossiya").

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