PR-Branche mit kräftigem Wachstum

9. Oktober 2006, 14:08
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Plus bei Honorar und Mitarbeitern

Das vergangene Jahr 2005 hat für die PR-Branche ein überraschendes und kräftiges Wachstum mit sich gebracht. Laut Umsatzranking des PR-Journal legten die Honorarumsätze der deutschen Agenturen um 11,4 Prozent von 298,2 Mio. in 2004 auf 332,3 Mio. Euro zu. Auch die Mitarbeiterzahlen steigerten sich um 240 Neueinstellungen. In Bezug auf Festangestellte bedeutet das ein Plus von 8,2 Prozent auf 3.177 Mitarbeiter. Auch der durchschnittliche Pro-Kopf-Umsatz erhöhte sich um 2.000 Euro auf derzeit rund 105.000 Euro.

Zweistelliges Wachstum für 2006 erwartet

"Der Trend geht eindeutig so weiter. Für 2006 erwarten wir mindestens ein zweistelliges Wachstum der Branche", so Gerhard Pfeffer, Chefredakteur des PR-Journal, im Gespräch mit pressetext. Bei Betrachtung der Top 20-Agenturen zeigte sich im vergangenen Jahr gar ein Honorarzuwachs von 12,4 Prozent. Der allgemeine Aufwärtstrend der PR-Branche zeigt sich auch in den Stellenangeboten. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden allein im PR-Journal 146 Anzeigen geschaltet. "Die Agenturen suchen verzweifelt nach Leuten", erklärt Pfeffer gegenüber pressetext. Es seien nicht genug Stellensuchende am Markt, da die Branche es in den letzten Jahren verabsäumt habe, entsprechend viele Leute auszubilden, sagt Pfeffer. In den Rubriken Personalien und Etats des PR-Journals wurden im ersten Quartal 2006 195 Stellenveränderungen und -neubesetzungen sowie 174 Etatgewinne gemeldet, was ebenfalls den Aufwärtstrend bestätigt.

Immer wichtigere Rolle

Ausschlag gebend für das Wachstum sei, dass PR eine immer wichtigere Rolle innerhalb der Kommunikationsaktivitäten spiele, so Pfeffer. Zudem habe nun auch der Mittelstand erkannt, dass PR ein sehr wichtiges Thema ist. Im Jahr 2003 konnte im Ranking nur ein Nullwachstum gemeldet werden und auch 2004 lag der Honorarzuwachs bei nur 5,8 Prozent. Insgesamt wurden bei der Untersuchung 104 Fragebögen ausgewertet. Elf internationale Agenturen, wovon fünf der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) angehören, nahmen bei der Erhebung aufgrund des Publizierungsverbotes in den USA nicht teil. Zusätzlich wollten neun Mitglieder des Verbandes von sich aus keine Zahlen zu Mitarbeitern oder Umsätzen bekannt geben. (pte)

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