Rotes Kreuz braucht mehr Geld für Tschernobyl-Opfer

11. Juli 2006, 09:57
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Bisher erst die Hälfte der benötigten Mittel eingetroffen

Genf - Das Rote Kreuz hat die Staatengemeinschaft zur finanziellen Unterstützung seines Hilfsprogrammes für Opfer des Tschernobyl-Unglücks in Weißrussland, Russland und der Ukraine aufgerufen. Bisher sei erst die Hälfte der umgerechnet 768.000 Euro eingetroffen, die für dieses und nächstes Jahr notwendig seien, sagte eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rot-Kreuz- und Rot-Halbmondgesellschaften am Dienstag in Genf. Nach ihren Angaben stellte Irland 500.000 Euro zur Verfügung.

Das Rote Kreuz hat seit 1990 mehr als drei Millionen Menschen in den drei Ländern geholfen. Unter anderem finanziert es mobile Labors, die in abgelegenen Regionen Krebsuntersuchungen anbieten. Nach Angaben des Roten Kreuzes hat die Früherkennung die Überlebensraten erhöht: Seit 1997 endeten nur zwei von 1.120 festgestellten Fällen von Schilddrüsenkrebs tödlich. Die Zahl der Schilddrüsen-Erkrankungen nehme allerdings zu, deswegen sei das Programm weiter notwendig, betonte die Rot-Kreuz-Sprecherin. (APA/AFP)

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