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Zertrümmerte Porzellanpuppen

3. April 2008, 13:24
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Das Bostoner Skurril-Duo "Dresden Dolls" mit ihrer speziellen Mischung aus grotesker Theatralik und feiner Mimik am 30. Apri live in Krems

Wenige Bands lassen ihr Konzertpublikum ähnlich benebelt zurück wie die Dresden Dolls das ihre. Ihre Mischung aus grotesker Theatralik und feiner Mimik, ihre zarten bis hämmernden Arrangements und die offenkundig starke Identifikation der KünstlerInnen Amanda Palmer und Brian Viglione mit ihrem Werk machen die Bühnenshow zu einem tiefer gehenden Erlebnis.

Gezielte Zertrümmerung

Palmer und Viglione beehren das Donaufestival in Krems am 30.April. Wo um 19 Uhr die Alt-Krautrocker Faust jäten, ackern die Bostoner noch ein bisschen herum. Sie sind jung, sie sind frisch, sie haben Elan, den sie vorzugsweise dazu einsetzen, um Illusionen zu dekonstruieren. Destruktiv ist anders: Aufbrausende Wut oder vergrämte Bitterkeit ist nicht Palmers Fach. Es geht vielmehr darum, Denkmodelle zu zertrümmern, wo sie den Blick auf das Wesentliche verstellen. So gesehen werden die Dresden Dolls auch ihrem Vorbild gerecht - dem Weimarer Kabarett und der Musik Kurt Weills.

"Punk-Kabarett" wird das Programm der Dresden Dolls häufig genannt - die Bezeichnung vernachlässigt jedoch die Zerbrechlichkeit und Hilflosigkeit, die in den Texten und Kompositionen ebenso wichtig sind wie offensive Konfrontation. Gerade dieses Wechselspiel macht die Dresden Dolls glaubwürdig - und live zu einem eindrucksvollen Schauderspiel. (mas)

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