Stichwort: Ziele der WTO für die laufende Handelsrunde

26. Juni 2006, 14:11
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Streichung von Agrar-Subventionen, Hilfe für ärmste Länder und Verringerung von Industriezöllen

Genf - Bei Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) im vergangenen Dezember in Genf waren folgende Ziele für den Abschluss der Verhandlungen gesetzt worden.

- AGRAR-AUSFUHRSUBVENTIONEN: Die Europäische Union (EU) und die USA sagten zu, Ausfuhrsubventionen für Landwirtschafts-Produkte spätestens 2013 abzuschaffen. Für die EU machen diese Hilfen bisher rund 3 Milliarden Euro pro Jahr aus. Die USA verpflichteten sich, wettbewerbsverzerrende Nahrungsmittelhilfen und Exportkredite abzubauen.

- ENTWICKLUNGSPAKET: Der Gipfel vereinbarte das so genannte Entwicklungspaket zu Gunsten der 49 am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries/LDC). Nicht alle von ihnen gehören der WTO an. Allen LDC-Ländern wird frühestens von 2008 an zoll- und quotenfreier Zugang für ihre Produkte auf den Märkten der Industrieländer eingeräumt.

- BAUMWOLLE: Exportsubventionen für Baumwolle fallen von 2006 an weg. Die besonders umstrittenen heimischen Baumwollhilfen - dies betrifft vor allem die USA - sollen schneller verschwinden als die übrigen Agrar-Subventionen.

- INDUSTRIEZÖLLE: Die Einfuhrzölle für Industriegüter sollen weltweit nach der so genannten Schweizer Formel gesenkt werden. Demnach werden hohe Zölle stärker gekappt als niedrige. In den Entwicklungsländern ist dieses Verfahren umstritten. Details müssen erst im kommenden Jahr vereinbart werden. Dieser Punkt ist ein besonders Anliegen von Exportweltmeister Deutschland.

- DIENSTLEISTUNGEN: Die Dienstleistungsmärkte sollen weltweit mehr geöffnet werden. (APA)

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