Starke Pollenbelastung ab Mai

22. Jänner 2007, 16:09
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Saison der Gräserpollen beginnt, dann folgen die Korbblütler - auch klimatische Faktoren sind von Bedeutung

Wien - Auf Pollenallergiker kommt in diesem Sommer einiges zu: So wird starke Belastung durch das mit dem Beifuß verwandte "Ragweed" erwartet. Auch die Saison der Katzenblüher und der Esche sei im Vergleich zum Vorjahr heftig, sagte Prof. Dr. Siegfried Jäger von der HNO Universitätsklinik Wien.

Gräserpollen im Frühjahr

Die Saison der Gräserpollen erstreckt sich von etwa Mitte Mai bis Ende Juni, berichtete der Fachmann. Im Osten dauert sie erfahrungsgemäß etwas länger als im Westen. Der Beifuß dürfte dann im August vor allem im Osten und im Süden Österreichs kurze Zeit für Belastungen sorgen. Der Höhepunkt werde dabei bereits Mitte des Monats erreicht.

Im Hochsommer Ragweedpollen

Mitte August beginnt dann im Osten und Südosten die Ragweed-Saison, so der Experte. Die Pollenproduktion des Korbblütlers dürfte in diesem Jahr sehr heftig ausfallen. Vorsicht gelte daher bis etwa Ende September vor allem für Asthmatiker, warnt Jäger. Denn die Pollen dieser Pflanze könnten nicht nur Heuschnupfen, sondern auch Asthma auslösen. Der Höhepunkt werde gegen Ende August und Anfang September erwartet.

Die häufigsten Allergien

Am häufigsten leiden die heimischen Pollenallergiker unter Gräserallergie, weiß Jäger. Etwa 80 Prozent bekommen durch Roggen, Wiesen- und andere Gräser u.a. eine verschnupfte Nase. Auf Birkenpollen seien etwa 60 Prozent allergisch, da viele auf mehrere Flugkörper empfindlich reagieren. Ragweed und Beifuß zeigen bei 35 Prozent und 30 Prozent der Allergiker "Wirkung".

Klimatische Faktoren

Die Verteilung von Pollen in Tälern und auf Bergen unterliege komplizierten Klimamodellen, meinte der Experte. Im Prinzip gelte aber, je weiter oben desto günstiger. Zwischen städtischen und ländlichen Gebieten gebe es hingegen keine sehr großen Unterschiede. Generell gilt hier aber: Am Land kommt es eher zu kurzen, steilen Belastungskurven, in der Stadt gibt es hingegen eine etwas niedrigere aber kontinuierliche Pollenbelastung.

Belastung nach Tageszeiten umstritten

Für "völlig aus der Luft gegriffen und wissenschaftlich nicht belegbar" hält Jäger die Behauptung, dass die Pollenbelastung zu bestimmten Tageszeiten generell höher ist. Grundsätzlich sei dies jeden Tag regional völlig unterschiedlich. Nur bei Beifuß und Ragweed spielen tageszeitliche Verteilungen eine Rolle. Auf Grund von Pollenproduktion und Luftverteilung komme es beim Beifuß um die Mittagszeit zu den höchsten Spitzen. Beim Ragweed sei dies am späten Nachmittag und Abend der Fall.(APA)

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    foto: ama/rita newman
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