Mobile Musik: Rasantes Wachstum prognostiziert

26. Mai 2006, 10:30
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Allerdings ist dafür eine Erweiterung der Zielgruppe notwendig

Wie eine aktuelle Analyse von Frost & Sullivan zeigt, wird Musik auf dem Handy immer beliebter. Der neueste Trend dabei sind so genannte Handsets, Mobiltelefone, die Musik und Videos ohne vorheriges Downloaden auf den PC wiedergeben. Dem Handy als Music-Player steht demnach eine rosige Zukunft bevor. Analysten gehen von einer Umsatzsteigerung von 1,56 Mrd. Euro in 2004 auf 7,85 Mrd. Euro bis zum Jahr 2011 aus. "Derzeit ist Großbritannien europaweit der größte Markt für mobile Musik", so Pranab Mookken, Industry Manager bei Frost & Sullivan, gegenüber pressetext.

Trends

Viele große Plattenfirmen haben den Trend von Mobile Music bereits erkannt und erhoffen sich gute Geschäfte daraus. Musikverleger wie EMI oder Warner gehen Kooperationen mit Mobilfunkbetreibern ein und verdienen an dieser neuen Entertainment-Sparte. Die Handybetreiber ihrerseits haben spätestens seit Einführung von Musiktiteln als Klingelton das Potenzial für sich entdeckt. Immer bessere Netze sowie so genannte Over-the-Air (OTA)-Full-Track-Musik pushen das Wachstum von mobiler Musik.

Abwarten

Dennoch werde das Handy nicht so schnell den klassischen MP3-Player ablösen. "Die beiden Geräte umkämpfen zwar den selben Markt, unterscheiden sich aber in den Kosten ganz deutlich und bedienen somit unterschiedliche Segmente", sagt Mookken. Hinsichtlich der Tonqualität habe das Mobiltelefon noch einiges gegenüber Musik-Playern aufzuholen. Auch der Speicherplatz auf MP3-Playern ist größer und kann mehr verschiedene Dateitypen abspielen als gängige Handys.

Erweitert

Wichtig für den Erfolg von mobiler Musik ist auch die Erweiterung der Zielgruppe. Bislang beschränkten sich die meisten Betreiber auf Jugendliche. Um höhere Umsätze zu erzielen müssen jedoch auch ältere Generationen angesprochen werden, die ein konstantes Konsumverhalten aufweisen. Dazu werde es auch nötig sein, eine sichere und vollständig kompatible Ausstattung für mobile Musik zu bieten, erklärt Mookken. Alles in allem sei der durchschlagende Erfolg von Musik auf dem Handy jedenfalls nicht zu stoppen. (Ende)

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