Beatles schließen sich nun doch der Internet-Revolution an

26. Mai 2006, 10:30
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Plattenfirma Apple überarbeitet gesamte Discografie für Online-Verkauf - Nach jahrelangem Widerstand

Nach jahrelangem Widerstand gegen den Verkauf von Musik über das Internet wollen die Beatles nun doch im weltweiten Netz Geschäfte machen. Wie der frühere Beatles-Tourmanager und heutige Chef der Plattenfirma Apple laut einem Gerichtsprotokoll sagte, digitalisiert und überarbeitet das Unternehmen derzeit die gesamte Discografie der legendären Musikgruppe. Damit solle der Weg freigemacht werden, um bald Songs wie "Let It Be", "Hey Jude" oder "Can't Buy Me Love" online zu verkaufen.

Streit Mit Apple

"Ich denke, es wäre falsch, Downloads von den alten Aufnahmen anzubieten, wenn ich gerade neue Versionen mache", sagte Plattenboss Neil Aspinall in einer schriftlichen Erklärung vor dem Obersten Gericht in London. Aspinall war ein Zeuge in dem Prozess um den Namensstreit zwischen Apple Corps und der Computerfirma Apple. Eine Sprecherin der Plattenfirma bestätigte am Donnerstag die Internetpläne. Noch stehe aber kein Termin fest, an dem die Beatles-Songs im Internet erstmals verkauft würden.

Vereinbarung aus dem Jahr 1991

Die Plattenfirma Apple gehört den früheren Bandmitgliedern Paul McCartney und Ringo Starr sowie John Lennons Witwe Yoko Ono und den Erben von George Harrisson. Sie werfen Apple Computer vor, eine Vereinbarung aus dem Jahr 1991 zu verletzen, in dem der Computerkonzern Namen und Logo der Plattenfirma für seine führende Internet-Musikplattform iTunes benutzt. Der Prozess ist bereits abgeschlossen. Das Urteil soll nach Ostern fallen.(APA/Reuters)

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