Konsumenten küssen Mobile Banking wach

21. April 2006, 10:04
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97 Prozent der Deutschen wollen m-Banking nutzen

Nach langem Dornröschenschlaf, der durch das Platzen der IT-Blase verursacht wurde, rückt Mobile Banking (m-Banking) wieder mehr in den Mittelpunkt. In Großbritannien plant die Direktbank First Direct, ein Tochterunternehmen von HSBC , noch in diesem Jahr die zweite Generation an mobilen Bankdienstleistungen für Mobiltelefone. Auch in Deutschland ist laut einer Studie der Technischen Universität Hamburg-Harburg ein Trend zum m-Banking zu erkennen. Während es noch vor ein bis zwei Jahren kaum deutsche Banken gab, die mobile Dienste im Angebot hatten, bieten mittlerweile 75 Prozent solche Dienste an. "Die Kunden sind offener gegenüber technischen Entwicklungen geworden", begründet Rajnish Tiwari, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Harburg, die Entwicklungen im Gespräch mit pressetext.

Das Angebot der britischen First Direct, das im Laufe dieses Jahres starten soll, wird über das MoniLink-Netzwerk verfügbar sein. Kunden werden 24 Stunden on demand kurze Angaben und Bilanzinformationen abfragen sowie das Handy aufladen können. "Unser m-Banking bietet fast alles, was auch unser Online-Banking-Angebot kann", stellt Wolfgang Trexler, Product Manager E-Business der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) , das m-Banking Angebot seiner Bank im pressetext-Interview vor. Das Aufladen von Prepaid-Handys, wie es die First Direct anbieten will, gibt es zwar nicht, jedoch können BA-CA Kunden ihr Handyguthaben an Bankomaten aufladen.

Auch Tiwari von der TU Harburg ist zuversichtlich, dass sich m-Banking mittel- und langfristig durchsetzen wird. "Unsere Studie belegt, dass 92 Prozent der Teilnehmer an der Studie ihre Bereitschaft für mobile Finanzdienstleistungen zeigen und 74 Prozent bereits sind dafür zu bezahlen", sagt er gegenüber pressetext. Laut eigenen Angaben, würden von den 380.000 BA-CA-Kunden, die Online-Banking regelmäßig nutzen, 8.000 auch m-Banking verwenden. "Ich glaube wir sind da anderen Bankinstituten in diesem Bereich ein bis zwei Jahre voraus", so Trexler von der BA-CA weiter. Er rechnet in Zukunft mit einem kontinuierlichen, aber langsamen Wachstum.

Ähnlich wie beim Online-Banking haben registrierte und beglaubigte Nutzer sicheren Zugang zu ihrem Konto. "Wir verwenden für m-Banking die gleiche Verschlüsselung wie beim Online-Banking, nämlich die 128-bit-SSL-Verschlüsselung", räumt Trexler Sicherheitsbedenken aus dem Weg. Was der Durchsetzung von m-Banking noch hinderlich ist, sind die Handys. Die mobilen Endgeräte müssen xHTML sauber unterstützen, hier ist noch sehr viel Anpassungsaufwand erforderlich. Die BA-CA arbeitet aber mit den Mobilfunkanbietern 3, A1 und One sowie Sony Ericcson zusammen um den Service für aktuelle Endgeräte zu optimieren, so Trexler weiter.(pte)

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