"Gu Ge" im Dienst des Regimes

14. Juni 2006, 15:18
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Chinesische Version von Google filtert eigenständig "politisch heikle" Inhalte aus Suchergebnissen

Peking - Das Internetunternehmen Google hat seine Selbstzensur in China verteidigt. Bei der feierlichen Vorstellung des neuen chinesischen Namens der größten Suchmaschine der Welt sagte der Vorsitzende Eric Schmidt am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Peking, für die Expansion in China habe sich das Unternehmen "der Regierung gegenüber verpflichtet, dass wir strikt den chinesischen Gesetzen folgen werden". "Wir haben keine Alternative", sagte Schmidt. "Es war die richtige Entscheidung für Google."

Google nennt sich auf Chinesisch künftig "Gu Ge", was als "Lied der reichen Ernte" übersetzt werden kann. Google hinkt mit einem Marktanteil in China von 32 Prozent hinter der chinesischen Suchmaschine Baidu her, die auf 56 Prozent kommt.

In der chinesischen Version google.cn filtert das Unternehmen eigenhändig Ergebnisse heraus, die Chinas kommunistische Regierung als politisch heikel oder als Bedrohung ihrer Ein-Parteien-Herrschaft empfindet. So tauchen Informationen über Menschenrechtsverletzungen, das Massaker vom 4. Juni 1989 oder Kritik an Chinas Herrschaft in Tibet nicht mehr auf. (APA/dpa)

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