EU-Behörde will Genmais-Importverbote kippen

21. Juli 2006, 16:14
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Bisher keine nachweisbare Gefahr für Gesundheit - Umweltminister Pröll: Österreich hält an den Importverboten fest

Brüssel - Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich für die Aufhebung von Importverboten für gentechnisch veränderte Mais- und Rapssorten ausgesprochen, die derzeit in mehren EU-Staaten - darunter Österreich - gelten. Schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren wären durch die Zulassung im Fall aller fünf betroffenen Sorten "nicht wahrscheinlich", erklärte die EFSA am Mittwoch in einer Stellungnahme in Brüssel. Umweltminister Josef Pröll - derzeit EU-Ratsvorsitzender - erklärte über seinen Sprecher, Österreich halte an den Importverboten fest.

Pröll reagierte nach Angaben seines Sprechers "mit Unverständnis" auf den Vorstoß. Die EU-Kommission, die die EFSA-Studie in Auftrag gegeben hatte, solle "nicht versuchen, bedenkliche GVO mit der Brechstange durchzusetzen". Der Umweltminister erinnerte die EU-Behörde daran, dass die Mitgliedstaaten vergangenen Juni "in einer demokratischen Abstimmung mehrheitlich klar gemacht" hätten, dass die Importverbote bleiben können.

In Österreich sind die Genmais-Sorten T 25, Mon810 und Bt176 von dem Einfuhrverbot betroffen. Auch die Ölrapssorten Ms1xRf1 and Topas 19/2, die in anderen Ländern verboten sind, erklärte die EFSA für unbedenklich.(APA)

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