Deutsche Verbraucherpreise im März deutlich langsamer gestiegen

1. Juni 2006, 16:53
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Die Inflationsrate lag bei 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im März deutlich langsamer gestiegen als in den Monaten zuvor. Die Inflationsrate lag bei 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Sie fiel damit erstmals seit sieben Monaten wieder unter die Zwei-Prozent-Marke.

Die Statistiker korrigierten eine Schätzung von Ende März um 0,1 Punkte nach unten. Grund für die Abschwächung sind den Statistikern zufolge vor allem billigere Pauschalreisen und Ferienwohnungen. Auch Obst und Gemüse waren im März günstiger zu haben als im Vorjahresmonat.

Haushalt und Energie

Preistreiber waren dagegen weiter Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Ohne diese hätte die Inflationsrate nur bei 0,8 Prozent gelegen. Haushaltsenergie verteuerte sich gegenüber März 2005 um 13,5 Prozent, Sprit war um 9,4 Prozent teurer. Auch Nahrungsmittel, Körperpflegemittel und Zeitungen wurden überdurchschnittlich teurer. Günstiger waren dagegen laut den Statistikern Kleidung, Möbel und Computer.

Zuletzt hatte die Inflationsrate im vergangenen August bei 1,9 Prozent gelegen. Danach litten die Verbraucher vor allem unter den explodierenden Energiekosten. Im September stiegen die Preise um 2,5 Prozent, bis sich der Anstieg zu Anfang dieses Jahres wieder verlangsamte. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von maximal zwei Prozent an. (APA/AFP)

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