Deutscher Werbemarkt legte im ersten Quartal um 4,2 Prozent zu

9. Oktober 2006, 14:08
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Zeitungen und Zeitschriften wuchsen deutlicher stärker als TV

Der Markt für klassische Werbung in Deutschland ist in den ersten drei Monate des Jahres um 4,2 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro gewachsen. Das geht aus der jüngsten Statistik des Medienforschungsunternehmens Nielsen Media Research hervor, die am Dienstag in Hamburg veröffentlicht wurde. "Der deutsche Bruttowerbemarkt zeigt weiterhin solides Wachstum. Der Januar zeigte mit 6,6 Prozent Zuwachs ein stärkeres Wachstum als die anderen Monate des ersten Quartals", erklärte Nielsen Media-Geschäftsführer Ludger Wibbelt.

Telefonanbieter geben mehr Geld für Werbung aus

Vor allem die Telefonanbieter gaben mit plus 42 Prozent auf knapp 173 Mio. Euro deutlich mehr Geld für Werbung aus, wie Nielsen mitteilte. Die Handy-Anbieter E-Plus und T-Mobile seien hier führend gewesen. Ebenfalls mit einem deutlichen Zuwachs von 28 Prozent wuchs die Publikumswerbung der Arzneimittelfirmen. Das anhaltende schlechte Wetter habe insbesondere die Werbeschaltungen für Husten- und Erkältungsmittel, Schmerzmittel sowie Mineralverbindungen begünstigt.

Weniger Werbeaufwendungen wurden hingegen bei Anbietern von Telefonzusatzleistungen festgestellt. Insbesondere via Handy übermittelte Dienste wie Klingeltöne, Logos und Spiele, die im Vorjahresvergleich noch sehr intensiv mit 78 Mio. Euro beworben wurden, werden jetzt mit 49 Mio. Euro auf einem deutlich niedrigeren Niveau beworben.

Meisten Werbeausgaben beim Fernsehen

Die meisten Werbeausgaben flossen mit 1,8 Mrd. Euro erneut ins Fernsehen, was laut Nielsen einem Wachstum von 0,8 Prozent entspricht. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 6,4 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Publikumszeitschriften verzeichneten ein Wachstum von 9 Prozent auf knapp 950 Mio. Euro. Radios erwirtschafteten gleich bleibend rund 281 Mio. Euro. Die Werbeeinnahmen von Plakaten steigerten sich um 9,2 Prozent auf knapp 139 Mio. Euro. Fachzeitschriften konnten einen Anstieg von 4,2 Prozent auf 117 Mio. Euro verzeichnen. (APA)

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