Die Maus - Immer gescheit

4. Juli 2006, 21:38
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35 Jahre am Buckel zu haben und immer noch sechs Millionen Zuseher vor die Mattscheibe zu bannen ist nicht schlecht

35 Jahre am Buckel zu haben und immer noch sechs Millionen Zuseher vor die Mattscheibe zu bannen ist nicht schlecht. Am Samstagabend feierten bei ARD ebenso viele Menschen bei "Frag doch mal die Maus" einen Superstar der Wickie-, Slime- und Paiper-Generation. Die Maus. Die aus der Sendung mit der Maus. Jenem Kinderprogramm, das einst unter dem Titel Lach- und Sachgeschichten begonnen hatte, sich aber bald nach dem sich im Volksmund eingebürgerten Titel, "Die Sendung mit der Maus", umbenannt hatte.

Generationen von wissbegierigen Dreikäsehochs wurden dort Fragen wie etwa "Wie kommen die Löcher in den Käse?" oder "Wie kommen die bunten Streifen in die Zahnpasta?" beantwortet. Dazwischen klimperte die steife Maus lautstark mit den Wimpern, schnüffelte herum und wunderte sich mit einem gut vernehmbaren "Hm!" über diverse Seltsamkeiten des Lebens.

Immer lustig, immer gescheit

Den Stammtermin der Sendung am Sonntagmorgen nahm man trotz der Sause am Vorabend wahr. Wobei man leise subversiv agierte und den Ursprung des Begriffs "blaumachen" erklärte - und auf die unvergleichliche Maus-Art herleitete.

Alles wie früher, immer lustig, immer gescheit. Nur eines hat sich im Lauf der Jahre verändert. Statt wie früher am Bleistift zu nagen und dann ein quietschendes "Maus" zu verfassen, dessen fallendes "M" ein "aus" ergab, das das Ende der Sendung signalisierte, steht die Maus heute am PC. Immerhin hat sie ja längst eine Homepage: www.die-maus.de (flu/DER STANDARD, Printausgabe, 10.4.2006)

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